#164 Schulnoten, KI & Hausi-Stress?
Shownotes
Wie können Kinder in Zeiten von ChatGPT, TikTok & Schulstress nachhaltig lernen? Indem wir Druck rausnehmen und echte Motivation wecken, sagt Bob Blume.
In dieser Folge spreche ich mit Spiegel-Bestsellerautor und Bildungsexperte Bob Blume darüber, wie uns der Spagat zwischen digitaler Lebenswelt und schulischen Anforderungen gelingt. Es geht darum, warum starre Belohnungs- und Notensysteme oft demotivieren und wie wir KI zu Hause als Chance nutzen können.
Bob Blume teilt inspirierende Impulse dazu, wie Bildung wieder berühren kann und wie wir Kinder durch bedingungslose Liebe sicher durch die Schulzeit navigieren. Ein unverzichtbares Gespräch für alle Eltern, pädagogische Fachkräfte und Familienberater:innen, die Schule vom Kind aus neu denken wollen!
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Über meinen Gast: Bob Blume ist Lehrer, Autor, Podcaster und Bildungsinfluencer. Er studierte Germanistik, Anglistik sowie Geschichte und arbeitete bis 2025 als Oberstudienrat an einem Gymnasium in der Nähe von Baden-Baden. Momentan promoviert er in den Erziehungswissenschaften. Zudem ist Bob Blume ein gefragter Experte in der deutschen Medienlandschaft zum Thema Schule, schreibt Kolumnen beim Deutschen Schulportal und Gastbeiträge für den Spiegel. Bei der Verleihung der Goldenen Blogger 2022 wurde er als Blogger des Jahres ausgezeichnet. Sein Buch "Warum noch lernen?" wurde kurz nach Erscheinen zum SPIEGEL-Bestseller. Sein Elternbuch „Wie kommt mein Kind gut durch die Schule?“ stieg nach Erscheinen im Februar 2026 auf Platz 3 der SPIEGEL-Bestsellerliste ein. Das Buch gibt es z.B. auf Amazon: https://www.amazon.de/dp/3442394619
Hier findest du Bob Blume im Netz: Website: https://bobblume.de/ Instagram: @netzlehrer https://www.instagram.com/netzlehrer/ Substack: https://substack.com/@netzlehrer
Über Dr. Martina Stotz: Dr. Martina Stotz ist promovierte Pädagogin, Familienberaterin und Bestseller-Autorin. Mit ihrer bindungs- und bedürfnisorientierten Arbeit begleitet sie Eltern dabei, den Familienalltag mit mehr Leichtigkeit, Bindung und bedingungsloser Liebe zu gestalten. Daneben führt sie den Nala-Verlag, der auf bindungs- und bedürfnisorientierte Kinderbücher spezialisiert ist und bildet an der Bindungs-Akademie Eltern- und Familienberater:innen aus.
Impressum: https://mein-erziehungsratgeber.de/impressum/ Datenschutz: https://mein-erziehungsratgeber.de/datenschutz/
Transkript anzeigen
00:00:09: Ein herzliches Willkommen zu meinem Podcast Leuchtturm sein.
00:00:14: Der Podcast für eine geborgene Kindheit!
00:00:17: Meine Vision ist es, dass Kinder durch die Begleitung ihrer Bezugspersonen ein starkes Selbstwertgefühl entwickeln und darüber zu selbstbewussten glücklichen und liebevollen Menschen heranwachsen.
00:00:29: Mein Name ist Martina Stotz und als Faktorin der Pädagogik-Wissenschaftlerin im Bereich der Entwicklungs- und Familienpsychologie sowie als Erziehungsfamilien und Paarberaterin unterstütze ich Eltern durch meine Onlinekurse und in Beratungen.
00:00:44: Ich vermitle vor allem ganz praktische und sofort umsetzbare Handlungsstrategien, die Eltern dabei helfen selbstsicher- und erziehungskompetent auf ihre Kinder zu reagieren.
00:00:56: Schau gerne auch auf meinem Instagram Profil vorbei Und wenn du möchtest, sichere dir meine E-Books für Null Euro zum Thema Gewaltfreigrenzen zeigen Kinderängste begleiten sowie Bindung und Urvertrauen.
00:01:10: Glicke einfach auf die Links in den Show Notes und hol dir die E-Books für Nulleuro.
00:01:15: Danke dass Du da bist und meine Vision unterstützt!
00:01:19: Sei dein Leuchtturm und darüber der Leuchthurm für dein Kind.
00:01:25: Hallo und herzlich willkommen ihr Lieben zu einer neuen Podcast-Folge zum Thema Gut durch die Schule in einer digitalen Welt.
00:01:34: Ich freue mich total, weil.
00:01:35: ich habe heute einen Spiegelbestseller, Autor und ehemaligen Lehrer zu Gast der sich ganz intensiv mit diesem Themen beschäftigt hat insbesondere damit wie Kinder gut durch die schule kommen.
00:01:47: Herzlich willkommen, lieber Bob.
00:01:49: Vielleicht stellst du dich für alle die dich noch nicht kennen mal ausführlich vor damit wir alle genau wissen wer du bist.
00:01:56: Herzlichen Dank für die Einladung!
00:01:57: Ganz ausführlig mache ich es nichts und sitzen wir glaube ich morgen noch da habe tatsächlich so viele Dinge gemacht und mach sie.
00:02:07: in der Tat schreibe ich gerade die meiste Zeit an Newslettern, an Kolumnen und natürlich immer an neuen Büchern.
00:02:16: war fünfzehn Jahre Lehrer, aber bin auch nicht ganz raus.
00:02:19: Ehrlich gesagt ich bin gerade beurlaubt solange ich promoviere.
00:02:22: das mache ich nämlich auch noch.
00:02:24: Das heißt ich schreibe an einer Doktorarbeit in den Erziehungswissenschaften weil ich nochmal gerne ganz tiefbohren wollte und beschäftige mich im Grunde genommen mit allem was mit Lernen und Bildung zu tun hat und damit wie wir das auf eine Art und Weise denken können die im einzwanzigsten Jahrhundert ankommt.
00:02:44: Das ist ja spannend, das ist denn das Thema deiner Doktorarbeit.
00:02:47: Also wo möchtest du denn so richtig tief gehen?
00:02:51: Das Thema sind Future Skills und Zukunftskompetenzen allerdings nicht so wie man vielleicht denken könnte Denn es gibt sehr viele sehr intelligente Menschen die... so über Zukunftskompetenzen sprechen, dass sich das alles ganz überzeugend anhört.
00:03:07: Wissenschaftlich daran zu gehen heißt aber nachzugucken ob das tatsächlich alles so stimmt und ob es überhaupt Zukunftskompetenzen gibt?
00:03:14: Und meine Erfahrung ist gerade so, dass wir uns sehr viel damit beschäftigen was am Ende rauskommen soll also was die Kinder am Ende können sollen.
00:03:24: Die Kompetenz
00:03:26: Bachkompetenzen, aber auch überfachliche Kompetencen.
00:03:29: Aber wir machen uns relativ wenig Gedanken darüber, warum die Kinder aus sich selbst heraus das eigentlich machen wollen!
00:03:36: Und wenn wir das nicht machen, dann haben wir in einer Zeit, in der man auf einen Knopf drücken kann und scheinbar perfekte Ergebnisse liefert ein ziemlich großes Problem.
00:03:45: Das heißt was ich versuche ist das Ganze vom Kopf auf die Beine zu stellen und zu überlegen wie können wir uns eigentlich mit dem Wollen so beschäftigen dass am Ende auch Kompetenzen rauskommen die mit den Kindern verknüpft sind?
00:03:58: Ja, das ist eigentlich diese intrinsische Motivation die wir uns ja als Eltern so sehr wünschen für alle Kinder oder dass sie nicht verloren gehen.
00:04:04: und wie du sagst eine KI kann ja heutzutage gefühlt alles machen.
00:04:08: Und das ist ja genau das was wir eigentlich erhalten sollten während der kompletten Schmullzeit.
00:04:14: Ja genau also es ist ein großer Bestandteil davon die sogenannte intrinsische motivation.
00:04:22: ehrlich gesagt ist das auch nicht so neu.
00:04:24: also wir wissen beispielsweise aufgrund der sogenannten Selbstbestimmungstheorie von DC und Ryan, dass motivationsfördernd ist wenn man autonom handelt.
00:04:34: Wenn man Kompetenz erleben hat, wenn man sozial eingebunden ist.
00:04:38: Und wir wissen gleichzeitig auch das Schule oftmals so strukturiert ist, dass diese Dinge eben eher in zu starken Banden sind in zu starken Strukturen.
00:04:49: Also man kann kaum Dinge selbst entscheiden, man kann sich kaum in sozialen Kontexten bewegen die man selber auch gut findet.
00:04:59: Man hat möglicherweise überhaupt keinen Kompetenz erleben weil man gar nicht da ist wo der Lehrer einen haben will.
00:05:04: aber man kann auch mich nachfragen weil so viele Schülerinnen und Schüler sind.
00:05:08: ich bin ab davon irgendwie nur schwarz zu malen Aber ich denke, es lohnt sich auf jeden Fall damit zu beschäftigen wie Schule dann Schritt in die richtige Richtung gehen kann.
00:05:18: Ja, du sprichst ja auch in deinem Buch an.
00:05:21: Dass Kinder immer dann gerne lernen wenn sie auch von Themen berührt sind, wenn sie emotional ergriffen sind das ist ja auch ein ganz wertvoller Bestandteil von Lernen.
00:05:30: Auch dass Kinder sich langfristig auch erinnern können auch Dinge im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden und Sie aus sich heraus Dinge auch gestalten und tun möchten.
00:05:38: vielleicht kannst Du dazu nochmal mehr sagen weil es jetzt sicher auch Bestandteile deiner Forschungsarbeit?
00:05:43: Ja genau ich meine da muss ich ein bisschen aufpassen.
00:05:45: Ich will ja auch so sprechen, dass alle hinterher kommen und eine Doktorarbeit.
00:05:50: Die hat ja auch damit zu tun geht natürlich sehr stark in die Theorie.
00:05:55: Aber das was du gerade gesagt hast ist eines meiner wichtigsten Worte Berührung Und das ist jetzt ne Berührungen die nicht irgendwie eine geistige oder weiß ich nicht übernatürliche ist Sondern im Grunde genommen ist sie abgeleitet von der sogenannten Resonanztheorie von Hartmut Rosa.
00:06:15: Und das Spannende ist, die beantwortet oder Rosa beantwortete da die Frage, wann wir eigentlich ein gutes Leben haben?
00:06:21: Das betrifft ja wirklich alle von uns.
00:06:23: und jetzt viele würden sagen naja so schwer ist es nicht genügend Geld einige Freunde und Dinge, die man machen kann.
00:06:30: Das stimmt auch aber spannenderweise ist das so dass es Menschen gibt, die genau dieselben Verhältnisse haben unterschiedlich gut sich selber einschätzen.
00:06:43: Also das heißt, es gibt Menschen die sind mit ihrem Leben überhaupt nicht zufrieden obwohl sie alles haben und Menschen, die sind zufriedener.
00:06:50: und warum ist das so?
00:06:51: Und Rosa sagt eben naja es kommt auf unser Resonanzempfinden an.
00:06:56: Er spricht von dem klingenden Draht zwischen den Dingen und den Menschen und das kennt jeder von uns wenn er von einer ganz bestimmten Sache, die er tut oder der beibohnt berührt ist.
00:07:08: Jetzt ist es allerdings so, also das könnten die unterschiedlichsten Sachen sein.
00:07:13: Das kann Spiritualität sein, Religion, Natur, Kultur, Sport – alles Mögliche!
00:07:21: Aber Bildung hat ja ein kleines Problem denn sie muss ja so tun als wenn derjenige den Weg noch nicht gegangen ist zumindest sich vorstellen kann wie's vom Gipfel aus aussieht.
00:07:36: Also mit anderen Worten Kinder müssen eigentlich zum Beispiel den Lehrkräften vertrauen, dass wenn sie einen harten vielleicht anstrengenden Weg gegangen sind am Ende so was wie Resonanz steht.
00:07:47: Weil man nicht sozusagen... Man hat nicht jeder von Anfang an bestimmte Fühler und das kann auch wiederum nachvollziehen.
00:07:55: ja wenn wir jetzt sozusagen zehn unterschiedliche Podcast-Hörer in eine Oper gehen würden oder in ein Horror filmen Dann wird bei der Oper jemand, der das schon viel gehört hat und weiß was eine gute Oper ausmacht.
00:08:13: Und es muss eine gute Opa sein, vielleicht zu tränen gerührt sein.
00:08:17: Wenn ein anderer da sitzt und völlig irritiert wäre und sich fragen würde, was ist die Resonanz für mich so wichtig?
00:08:25: Weil es im Grunde genommen darum geht dass Bildung auf einer Art und Weise berührt, die sozusagen den Kopf und das Herz betrifft.
00:08:38: Das heißt Das führt dann ein bisschen weiter weg auch zu einer sehr verengten Sicht auf Bildung, die nur nach Nützlichkeit schaut.
00:08:50: Auch hier werden das vielleicht schon viele mitgekriegt haben und so in dem Reigen sein.
00:08:53: Schule bildet doch gar nicht mehr ab was heutzutage wichtig ist.
00:08:56: wir brauchen Mieteversicherung Steuern und so.
00:09:00: Und da will ich mal sagen ja es ist ein Punkt als Kompetenzen können wir drüber sprechen aber nicht das gesamte Bild von Bildung.
00:09:10: Weil Bildung bedeutet auch, zu wissen was man tun kann nach dem an von der Arbeit gekommen ist und dass wiederum betrifft halt eben Möglichkeiten die wenn sie einmal nicht da sind sehr schwer nachzuholen sind.
00:09:26: also wir von Opa von Theater von Büchern und so weiter sprechen lesen riesengroßes Themen fällt übrigens nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Erwachsenen.
00:09:36: Die sich fragen wie ihre Kinder besser lesen und gleichzeitig selber ganz wenig lesen.
00:09:43: also all diese Dinge die werden ja im besten Fall angelegt oder sie werden gar nicht angelegt.
00:09:50: Das heißt du würdest sagen Bildung impliziert auch dass wir Kindern beibringen Genau dahin zu schauen, wo ist eigentlich der Kern meiner Persönlichkeit und was macht mir eigentlich Freude?
00:10:03: Also unabhängig jetzt von Arbeiten und jetzt lernen in der Schule.
00:10:08: Sondern wie kann ich mir im Alltag Bedürfnisse so erfüllen, dass mein Leben insgesamt also in allen Bereichen erfüllt
00:10:16: ist?
00:10:18: Ja und nein!
00:10:19: Also nochmal das Problem ist halt an Bildung oder an Schule.
00:10:25: Durch manche Sachen muss man durch, selbst wenn dadurch weder ein Bedürfnis erfüllt wird noch mal Lust dazu hat.
00:10:30: Also so was wie Grammatik zum Beispiel.
00:10:33: Aber man muss überhaupt die Idee davon haben dass etwas spannend sein könnte.
00:10:37: also nehmen wir z.B.
00:10:38: Die ominösen Gedichtinterpretationen die alle machen müssen.
00:10:41: Leute fragen sich das brauche ich doch nie wieder.
00:10:44: Ich brauche gedichte Interpretation.
00:10:47: Wenn ich jetzt auf TikTok gucke und man sich die frage stellt warum geht denn ein Gedicht oder du bist gut genug, dann kann man mit sprachlichen Fähigkeiten und Reflexion da richtig was verstehen.
00:11:02: Also mehr verstehen als naja die hatten halt Glück und mehr als hört sich halt lustig an.
00:11:07: Und darum geht es halt auch.
00:11:09: dass es nicht nur darum geht... Was will ich sowieso schon?
00:11:13: Ganz wichtig für was habe ich Talent sondern das man in jungen Jahren versteht selbst wenn das gerade kein Bedürfnis von mir ist.
00:11:23: Gerade noch nicht verstehe, dass das möglicherweise für mich relevant sein könnte.
00:11:28: Verstehe ich – jetzt wiederhole ich das!
00:11:31: Dass es relevant sein könnten.
00:11:34: Das ist also das mit der Resonanz.
00:11:35: Vielleicht erklärst du es noch mal ein bisschen an einem Beispiel, dass da uns alle wirklich gut folgen können?
00:11:40: Weil ich glaube, das ist das auch für viele Eltern jetzt spannend ist.
00:11:43: Ja wie schaffen Sie das denn, dass Ihre Kinder dann ja sich das vorstellen können?
00:11:49: Dass es vielleicht momentan noch nicht relevant ist aber relevant sein könnte also, dass wir Kinder dann nur wirklich auch packen können.
00:11:56: Also man kann sich vorstellen, es gibt so eine Art von emotionaler Reson... Resonanz und eine Kognitive.
00:12:03: Wir haben meistens ignorieren wir beides.
00:12:07: Und ich erkläre das ganz einfach, wir müssen immer und immer wieder die Frage beantworten warum ist es möglicherweise wichtig?
00:12:16: Und manchmal fällt uns das schwer und ich meine deshalb spreche auch von Lehrkräften und sage wenn Schule das als Gesamtheit nicht beantwortet kann, warum wir das machen müssen dann ist ein guter Indikator dafür dass eigentlich weg müsste.
00:12:28: zu kriegen ist aber immer schwer.
00:12:30: Aber deshalb habe ich dieses Gedicht Interpretationsbeispiel genommen.
00:12:35: Wenn man über Sprache nachdenken kann, dann kann man zum Beispiel besser verstehen warum im Internet manche Dinge groß werden und manche nicht.
00:12:45: Das heißt... Ich hab plötzlich ein besseres Verständnis der Welt!
00:12:50: Wenn ich rhetorische Figuren lerne, kann ich sagen jetzt muss ich das auswendig lernen nur für diese blöde Gedichte oder ich kann die Idee haben dass schützt mich davon manipuliert zu werden.
00:13:00: Also diese Frage nach dem, warum ist eigentlich zunächst mal die Antwort oder die Frage, die wir immer wieder stellen müssen als Eltern und als Lehrkräfte sowieso.
00:13:13: Und wenn man dann einmal angefangen hat sich in irgendwas reinzudenken, dann kommt sozusagen so eine Form von emotionaler Resonanz.
00:13:22: Das Spannende ist das ist deshalb so unglaublich relevant weil keiner von uns also wirklich Keiner würde bei unserem Hobby oder dem, was wir leidenschaftlich machen denken.
00:13:37: Mensch wie könnte das denn jetzt für mich mal KI- oder ein Roboter ersetzen?
00:13:41: Der Gedanke ist völlig bescheuert!
00:13:43: Also nehmen wir mal sowas wie Fußball spielen.
00:13:45: ja viele Jungs auch Mädels meine Tochter spielt auch Fußball spielen Fußball.
00:13:50: Jetzt könnt ich ja zu ihr sagen du weißt so was es gibt dir jetzt schon einen Roboter der Spiel viel besser als du willst den nicht aufs Spiel verlassen.
00:13:58: Natürlich würde ich das nicht.
00:14:00: Aber bei einer Hausaufgabe, bei der wir nicht verstehen, warum sollte ich das machen?
00:14:04: Da ist es ja auch kein Schmerz dann zu sagen Ich benutze KI und ich weiß dass es auch ein Ideal.
00:14:09: aber wenn man versteht worum man etwas macht Und was das mit dem eigenen Leben zu tun hat Dann kommt man weder darauf die anderen zu täuschen also zum Beispiel die Lehrer oder die Schule.
00:14:22: Aber vor allen Dingen kommt man nicht darauf sich selber zu täuschern.
00:14:27: Das heißt an Beginn Kinder aus sich heraus, dann ist tun zu wollen.
00:14:31: Aus sich heraus.
00:14:32: Weil das Blühende hat für mich einen langfristig gesehene Resonanz?
00:14:36: Genau und deshalb ist es so wichtig.
00:14:39: also klar dass klingt jetzt alles ein bisschen abstrakt aber wir... Also ich versuche mal vom Großen ins Kleine zu gehen und das kleine nützt halt nichts wenn man das große nicht im Sinn hat.
00:14:53: Wir können über Checkliste reden und wie soll man jetzt KI einsetzen?
00:14:57: Und so.
00:14:57: aber letzten Endes bleibt ja die große Frage, die ich in meinem vorletzten Buch gestellt habe.
00:15:01: Warum noch Lernen für die Kinder?
00:15:03: ist das eine reale Frage.
00:15:05: also das wissen Eltern auch die bei den Hausaufgärmen sitzen.
00:15:07: warum soll ich das denn jetzt machen?
00:15:09: Ja wenn sie immer nur hören das weiß ich auch nicht dass war sich auch nicht das weiß Ich auch nicht könnt ihr der Gedanke kommen Schule is eigentlich sinnlos.
00:15:18: Dann alle Eltern, die zuhören, fragen sich jetzt auch wenn mein Kind mir diese Frage stellt will ich dir eine Antwort haben.
00:15:23: Könntest du vielleicht so eine Antwort für Eltern mal formulieren?
00:15:27: Absolut
00:15:28: nicht!
00:15:28: Nee natürlich.
00:15:29: Ich wusste
00:15:30: dass du das sagst.
00:15:31: Jetzt
00:15:35: hängst du glaube ich gerade oder?
00:15:36: Ja.
00:15:37: Jetzt geht's wieder.
00:15:39: Genau ich kann das deshalb nicht weil es natürlich von Inhalt zur Inhalt zu Inhalt völlig... abhängig ist.
00:15:46: Also wenn man eine Antwort geben könnte, dann das wäre einfach.
00:15:51: aber jedenfalls ist es eine Antwort nicht für den nächsten Test, für die Note, für was weiß ich.
00:15:58: Die
00:15:59: gröbste aller Antworten ist natürlich für dich im besten Fall, aber das ein typisches Beispiel wo man zum Beispiel zusammen mit dem Kind KI wunderbar produktiv einsetzen könnte.
00:16:11: Also nicht bei der Beantwortung, der Hausaufgabe und noch nicht mal bei der Erklärung der Hausafgabe da kann man das machen.
00:16:15: kein Thema so würde ich gar nicht bewerten.
00:16:19: aber wenn man sagt weißt du was lass uns doch jetzt mal zusammen gucken gib mir mal fünf Antworten was das möglicherweise für was das wichtig sein könnte für welche Jobs das spannend sein könnte.
00:16:31: Und vielleicht kommt man dann darauf, dass man diese blöden Kurven-Diskussionen für seinen Pilotenjob braucht und hätte es gar nicht gedacht und kriegt plötzlich auf einmal eine krasse Motivation nochmal.
00:16:43: Das muss nicht sein!
00:16:45: Aber es ist besser als wenn man das entweder wegwischt... Naja du machst das jetzt weil man's machen muss.
00:16:51: Du machst das nun weil du das halt fürs Abitur brauchst.
00:16:54: Weil dann wird lernen Und das ist so eine wunderbare Tätigkeit, ja völlig instrumentalisiert und verkürzt.
00:17:02: Irgendwann hat das Kind gar keine Lust mehr!
00:17:05: Und meine These wäre... oder das ist keine These, dass wissen auch alle die Kinder haben.
00:17:11: Wenn ein Kind wirklich was will, dann hält es ja keiner mehr auf.
00:17:16: Es gibt Kindern, die lernen koreanisch inspiriert von K-Pop Demon Hunter.
00:17:21: Wir hatten ganze Generationen von Kindern, die sich selbst Englisch beigebracht haben weil sie Harry Potter im Original lesen wollten.
00:17:26: da musste sich keiner hinstellen und sagen entweder liest du das oder du kriegst dein Handy weggenommen oder Du musst ja jetzt nur zwei bis drei machen.
00:17:34: uns ist völlig egal.
00:17:35: Das heißt der Gedanke dieses dieses warum's ins Zentrum zu bringen Mit der möglichen Hoffnung, dass dieses Warum nicht nur Verständnis hinter ist sondern tatsächliche Resonanz.
00:17:47: Ist für mich ein ganz zentraler Gedanke.
00:17:49: Ganz, ganz spannend!
00:17:51: Würdest du dann sagen, dass wir auch keine Belohnungen mehr brauchen?
00:17:55: Belohnung zum Beispiel durch Geld für gute Notenbelohnungen in dem ein Kind die ganze Zeit gelobt wird wenn es leistet.
00:18:02: Belohnungs.
00:18:03: unterschiedlich sind verstärker Systeme die ja auch im Schulsystem zu verankert sind.
00:18:09: Also ich habe ja in den letzten drei Büchern ging es immer wieder um Noten und so weiter.
00:18:15: Und eben auch um Motivation, man kann sagen dass Belohnungen grundsätzlich erstmal schlecht sind.
00:18:27: Es gibt ein sehr schönes Buch von Daniel Pink das heißt Drive auf Deutschland mit einem komischen Untertitel was wirklich motiviert oder so.
00:18:36: Aber da wird erklärt, warum eine Belohnung zwar einen unmittelbaren Effekt hat aber keinen nachhaltigen und das ist auch nachvollziehbar.
00:18:47: Man kann zum Beispiel das Beispiel nehmen wenn man das Kind dafür belohnt dass es seinen Kinderzimmer aufräumt dann räumt er sein Kinderzimmel auf aber ab dem Zeitpunkt wo's kein Geld mehr dafür kriegt siehts das überhaupt nicht mehr ein.
00:19:00: Das heißt man nimmt ihm eigentlich dadurch die Motivation oder die Erkenntnis möglicherweise, wenn das hier aufgeräumt ist.
00:19:09: einigermaßen kann ich hier besser spielen und lernen.
00:19:11: Genau!
00:19:11: Die Kinder lernen quasi auch gar nicht dann für sich selbst zu sorgen verantwortungsbewusstsein aufzubauen oder vielleicht auch zu spüren.
00:19:17: Ich tute es vielleicht auch für mich selbst.
00:19:20: soll ich mich danach irgendwie erleichtert fühle oder sicherer fühl oder auch vielleicht weil's mir Spaß macht zur Gemeinschaft das beizutragen oder?
00:19:30: Ganz genau ja.
00:19:32: Würdest du denn als sagen Belohnungen können wir streichen, weil das ist auch so etwas, was ich total verdrehte.
00:19:39: Und ich weiß es ist immer wieder eine große Diskussion auch wenn's ums Thema Lernen geht.
00:19:43: Weil ich meine dass mit den Strafen da sind wir uns inzwischen alle einig, dass es wenig bringt und das Kind total frustriert.
00:19:48: aber Belohnung ist ja im Umkehrschluss doch wieder ne Strafe, wenn sie wegfällt.
00:19:53: Genau.
00:19:54: Ja.
00:19:55: Man macht im Grunde genommen aus dem Lernen einen doppelten Tauschhandel.
00:19:59: Lernen, das zu Noten führt ist sowieso schon ein Tauschhandel im schlimmsten Fall.
00:20:04: Vor allen Dingen wenn wir uns immer nur auf die Note konzentrieren und dann wird es ein doppelter Tausch Handel.
00:20:08: Und wie du gesagt hast Dann ist die Strafe Wenn ich's nicht bekommen noch schlechter.
00:20:12: also wenn Ich sage für eine eins fünf zwanzig oder was auch immer?
00:20:19: Dann kommt das Kind und hat doch Nicht Die Zwei gekriegt Ergert sich sowieso Schon und kriegt dann Auch Die Belohnung.
00:20:25: Es gibt zwei Abars nach dem pink Was ich spannend fand.
00:20:30: erstens Eine Belohnung, die vorher nicht in Aussicht gestellt wurde nach sehr monotonen Tätigkeiten kann sinnvoll sein.
00:20:42: Also man musste irgendwie was machen, das einfach nur super nervig ist, irgendwie Seiten langes abschreiben und dann sagt man Mensch, dass hast du so toll gemacht, kommen wir essen jetzt ein Eis!
00:20:54: Also nicht ein Wenn Du Das Machst Dann sondern eine überraschende, schöne Sache.
00:21:01: Und das muss jetzt auch nicht so eine Geldbelohnung sein oder sowieso.
00:21:04: Dazu möchte ich gleich noch was sagen, aber deinen zweiten Punkt möchte ich noch hören!
00:21:08: Der zweite Punkt den ich wichtig finde ist vielleicht ein bisschen kontraintuitiv... Ich würde es jetzt auch nichts zwangsläufig Belohnungen nennen, aber was Schönes tun wenn es schlecht gelaufen ist?
00:21:21: Also das Kind kommt nach Hause und hat schlechte Noten, vielleicht sogar einen Zwischenzeugnis Und man sagt, weißt du was?
00:21:30: Jetzt gehen wir schön in den Stadten Eis essen.
00:21:33: Ich mache jetzt nochmal das Eis-Essen Beispiel.
00:21:36: Es geht nicht darum zu sagen, jetzt bist du so schlecht und jetzt kriegst du dafür eine Belohnung!
00:21:40: Es geht um das, was du gerade schon mal angeteasert hast... Das Kind schämt sich ja vielleicht sowieso schon oder ärgert sich sowieso auch schon.
00:21:47: In einer solchen Situation der Wut des Ärgers, der deprimiert seins ist es nicht gratsam über Strategien nachzudenken oder über Gründe, sondern eher gar nicht mal darüber nachzudenken und zu sagen hey wir kümmern uns da irgendwann.
00:22:08: Aber jetzt machen wir erstmal was Schönes und das wäre für mich auch so eine wie gesagt Belohnung ist das nicht aber so ein vielleicht so eine kontraintuitive Handlung die man machen kann anstatt eben das zu tun was ja dann eine ganz schlechte Richtung geht.
00:22:22: so jetzt rechtfertige dich warum sie Noten so schlecht usw.
00:22:26: Aber du wolltest was auch dazu sagen.
00:22:29: Das Spannende ist das Erste, was du jetzt so erzählt hast, dass würde ich tatsächlich eher unter gemeinsam vielleicht feiern oder sich etwas Gutes tun um sich kümmern als Bedürfniserfüllung eigentlich einmal einordnen.
00:22:44: wenn es total schön wäre... Ja, an meine Steuerdenk oder so was nerviges.
00:22:50: Dann bin ich nachher vielleicht auch ausgelaugt und frustriert und brauche dann vielleicht Abwechslung in irgendwas ... Was bei mir wieder Verleichtigkeit sorgt.
00:22:58: Ähnlich ist es ja auch im zweiten Fall, dass sich dem Kind Hilfe aus dieser unangenehmen Emotion rauszukommen.
00:23:04: Da ist mir wichtig, dass wir Kinder nicht davon ablenken, denn es ist auch wichtig, das Kinder lernen, unangêneme Gefühle irgendwo auszuhalten.
00:23:12: Nur das Kind hat wahrscheinlich schon lange genug ausgehalten, Schlecht war.
00:23:18: Und dann finde ich es auch wieder wichtig, Kindern rauszuhelfen und ihnen zu zeigen Es ist nicht ausweglos sondern wir können dafür sorgen dass es uns wieder besser geht.
00:23:25: Ich glaube da geht's eigentlich auch um das Bedürfnis eher nach vielleicht Leichtigkeit oder auch Zuversicht ja Dass wir Kinder beibringen Auch wenn Situation wirklich dumm laufen Oder auch Misserfolge da sind.
00:23:37: Dann schaffen wir es wieder aufzustehen indem wir uns um uns kümmern und was Gutes machen.
00:23:42: Deswegen beide Beispiele total wertvoll.
00:23:44: Und vielen Dank, dass das was wo ich immer und immer wieder für einstehe, weil ich es einfach noch so häufig mitkriege.
00:23:50: Und auch gerade in den Schulen, der häufig auch diese Verstärker-Systeme noch so stark angewandt werden.
00:23:56: So jetzt möchte ich nochmal ganz kurz zurückkommen.
00:23:58: Kann ich ganz kurz noch zu einem Punkt zurück?
00:24:00: Der ist mir noch wichtig, weil du auch über Lob gesprochen hast.
00:24:05: Wir sprechen ja oft... Also es gibt oft dieses Loben oder Nichtloben Und ich habe für meinen Eltern hoch, wie kommt mein Kind gut durch die Schule viel recherchiert und bin nochmal an diesem Gross Mindset hingeblieben.
00:24:19: Jetzt weiß ich nicht ob deine Zuhörenden da sowieso total gebrieft sind?
00:24:23: Ja das kennen Sie von mir nur steigt gerne ein weil dann holen wir sie da wieder ab.
00:24:27: Da hören Sie öfter was zu
00:24:28: tun.
00:24:28: Also dann werde ich es gar nicht so ausbreiten sondern der Gedankengang ist ja dass es nicht darum geht etwas zu können oder nicht zu können weil man eine Veranlagung hat oder keine.
00:24:40: und fix mein set wird eben auch bedeuten falsches loben.
00:24:44: du hast mathe wieder so toll gemacht weil du so intelligent bist, weil in dem moment wo das kind ist dass nicht schafft.
00:24:51: Das Kind selber dann denkt ja warte mal im Moment also das heißt ich bin gar nicht intelligent sondern das lob auf anstrengung und strategie zu beziehen.
00:25:00: Und das kann man auch sehr konkret machen.
00:25:02: wenn dann Leute sagen was heisst das jetzt?
00:25:06: Für mich heißt das zum Beispiel als Papa ganz konkret, wenn mein Kind nach Hause kommt und schon stahlt.
00:25:13: Und ich weiß der Test ist super gelaufen Dann sage ich eben nicht wie da eine eins oder ich sag auch nicht na was hast für ne Note Sondern ich lass mir immer den test zeigen.
00:25:25: Ich gucke dass weil ich sozusagen bei meine meine Botschaft ist Das was du gemacht hast und das wofür Du geübt hast is das Was wirklich wichtig ist.
00:25:36: Und wie du es auch gemacht hast, das hat ja auch etwas mit Interesse zu tun.
00:25:40: Wie du es gelöst hast oder?
00:25:42: Ja und das hat nicht damit zu tun dass ich die Note irgendwie so ignoriere oder so steht da sowieso.
00:25:50: Sondern es geht eben darum, dass man sich auf das konzentriert was wirklich wichtig ist.
00:25:55: Und das ist heutzutage eben vor allen Dingen auch Anstrengung, weil man die Anstrendungen irgendwann ja mal umgehen kann und wenn man plötzlich nur ... also wenn man die Vorstellung hat entweder kann ich es oder ich kann's nicht dann macht man eher den kurzen Weg in dem Moment wo man denkt oha schaffe ich nicht als wenn man weiß ja moment mal ich kanns nur noch nicht und wenn ich mich anstrengen dann kriege ich es hin.
00:26:20: Genau, dass es auch einfach erst mal schwer sein darf bevor's leicht wird.
00:26:24: Ich glaube das ist auch ja so ein großer Teil dieses Mindsetz, dass wir das Kindern auch beibringen und dann wertschätzen.
00:26:31: Also für mich ist das was du beschreibst eigentlich eher Wertschätzung.
00:26:34: also ich mag diese Wortscherche reinigt das kann auch genauso dieses beschreibende Lob sein, das du gerade erklärt hast Diese Wertschätzung, sich vielleicht auch mit dem Kind zu freuen.
00:26:42: Dieses tiefe Interesse zu zeigen anstatt einfach pauschal zu sagen ach toll gemacht.
00:26:46: ich glaube das ist auch weil in dem Moment gehen wir ja total in Beziehung mit dem kind.
00:26:51: Wir sind dann irgendwie auf Augenhöhe, setzen uns gemeinsam hin und schauen uns den Test gemeinsam an.
00:26:57: Und feiern sich das Lernen vielleicht auch so gelohnt hat.
00:27:01: Und dass das Kind vielleicht noch mal gemeinsam durchdenken, wo bist du vorher gestanden?
00:27:06: Wo stehst du jetzt?
00:27:06: Auch sowas finde ich dann zum Beispiel total hilfreich.
00:27:09: Ja genau!
00:27:13: Ich habe nochmal eine Frage zurück zu KI.
00:27:15: Und zwar haben ja viele Eltern tatsächlich jetzt Sorge, dass ihr Kind die Hausaufgaben einfach von JGVT... erledigen lässt oder teilweise ja sogar um die Schulaufgaben heimlich gelöst werden.
00:27:27: Und du schlägst jetzt zum Beispiel vor sich eine Erörterung generieren zu lassen und dann gemeinsam zu prüfen, wo die Argumentation schwach ist – das war nicht mega!
00:27:38: Wie sieht denn ein guter Umgang mit KI Zuhause aus?
00:27:41: Vielleicht kannst Du da so ein paar praktische Ideen nochmal nennen.
00:27:44: Du hast einen Beispiel schon genannt nur vielleicht fallen dir noch ein paar andere ein, die Eltern helfen können.
00:27:51: Also der größte Tipp, den ich überhaupt geben kann ist erstmal sich Claude oder Giaci Pitti oder Gemina vorzustellen als Dobby den Hauselfen.
00:28:06: Alle die Harry Potter nicht kennen das ist der Hauself aus Harry Potter.
00:28:10: Genau weil KI das erste Werkzeug ist was es gibt was sich selbst erklären kann.
00:28:19: und ehrlich gesagt es gibt so viele prompting hinweise also befehls eingaben.
00:28:27: wie kann man was machen?
00:28:29: die sind aus meiner sicht alle mittlerweile völlig überflüssig wenn man spezifisch so spezifik es nur möglich ist erklärt was man eigentlich haben möchte.
00:28:40: das ist erstmal größter Tipp, deshalb als wenn man ein Gesprächspartner hat.
00:28:44: Also was wird das bedeuten?
00:28:45: Das könnt ihr sagen.
00:28:46: hallo chagypti ich bin eine Mama von einem dreizehnjährigen Mädchen die in Nordrhein-Westfalen in die fünfte Klasse geht und gerade Adverbien lernt und vor allen Dingen Probleme hat sich genau dies und das zu merken.
00:28:58: hast du Ideen?
00:29:00: So that's it erstmal.
00:29:03: Und das geht ja mit allen Themen Je spezifischer die Fragestellung ist desto besser Das, was rauskommt.
00:29:12: Und das wäre natürlich jetzt eher so eine statische Sache.
00:29:16: Dann kommt dann vielleicht ne Liste.
00:29:17: also man kann ja auch sagen gib mir sieben Beispiele.
00:29:19: Gib mir zehn Beispie.
00:29:19: Man könnte auch sagen gibt mit zweihundert.
00:29:21: ob dann das hundernneinzigste so gut ist weiß ich nicht.
00:29:23: Aber sag mal geben wir zehn Beispiele.
00:29:25: und dann ist ja das generische dass man zurückfragen kann.
00:29:29: vielen Dank.
00:29:30: Ich würde gerne generieren oder wo das Kind mit üben kann bitte mit Erwartungshorizont und Lösungen.
00:29:42: Man muss natürlich immer trotzdem gucken, ob das dann passt oder nicht und manchmal kann es auch sehr sinnvoll sein mit den Informationen zu arbeiten die das Kind aus der Schule mitbringt.
00:29:54: Eigentlich sollte das nicht so sein aber das kennen wir ja vielleicht.
00:29:59: Die Lehrerin ist halt ein bisschen älter und lässt nur einen Weg gelten.
00:30:02: also das wäre blöd umgeht man natürlich wenn man schon mit den Materialien arbeitet die ausgegeben wurden.
00:30:10: Und dann wäre, das wäre sozusagen gestatisch und dann könnte man es auch dynamisch machen.
00:30:15: Dynamisch heißt – und da wird's richtig spannend!
00:30:18: Man sagt der KI was sie im Gespräch machen soll.
00:30:25: Also das heißt also ich muss mal einfach irgendwas aus dem Ärmel schütteln.
00:30:30: hier sind fünfzehn Vokabeln die mein Sohn in der siebten Klasse Realschule Rheinland-Pfalz Ich sage das immer dazu, weil der Kontext KI kann dann besser sich darauf vorzubereiten lernen soll.
00:30:45: Bitte frag alle drei Formen ab – also Präsens und Vergangenheitsform.
00:30:55: Und wenn die Antwort falsch ist, sagt zunächst nicht was richtig ist sondern frag noch mal nach und sag in welchem Teil des Wortes….
00:31:04: Also so!
00:31:06: Da geht man dann zu einem Punkt, das heißt adaptives Tutor-System.
00:31:11: Adaptiv weil die KI dann plötzlich was machen kann und auch Lehrkräfte eigentlich nicht schaffen bei dreißig Kindern, nämlich genau dort wo die Fehler sind immer wieder nachzuhaken.
00:31:22: Ja, also im Grunde ist es ja so wie wenn ich wirklich einen guten Lernpartner habe der mir immer wieder sehr kluge Fragen stellt damit ich gut lernen kann und wenn Kinder das mal verstanden haben.
00:31:32: Wie cool es sein kann dass sich vielleicht auch gar nicht mehr Mama oder Papa brauche die mich eh nerven beim Lernen sondern dass ich vielleicht die KI genau dafür nutzen kann.
00:31:41: Das wäre einfach mega!
00:31:43: Genau.
00:31:44: und also ich mein so ein kleiner Tipp unter uns man kann natürlich mit allen aufschrieben die das Kind gemacht hat, auch mal so eine Klassenarbeit erstellen lassen.
00:31:56: Mit Lösungen will weiß ich nicht weil eine Gefahr, die daraus entsteht ist natürlich dass dann Lernen doch stark verengt wird.
00:32:07: So ein Teaching to the Test geht es wirklich nur noch darum.
00:32:11: Aber
00:32:12: hey, also als gute Prüfungsvorbereitung haben wir das früher auch gemacht.
00:32:17: Alle nur natürlich nicht mit Hilfe von KI.
00:32:19: Wir haben uns halt alles was irgendwie gemacht wurde.
00:32:20: Haben wir uns angeschaut und dann überlegt wie könnte das vielleicht auch dran kommen?
00:32:25: Wie können wir effizient lernen?
00:32:27: Das funktioniert wirklich ausgesprochen gut.
00:32:29: Also das sind eben Möglichkeiten.
00:32:31: Und nochmal weil ich gerade so spezifisch geworden bin Der beste Tipp ist wirklich total naiv selber nachzufragen, was man eigentlich für eine Frage hat und sich dann erst mal inspirieren zu lassen.
00:32:47: Kinder lernen ja auch im Vorbild.
00:32:49: Wenn sie das mitbekommen ist es ja auch so viel leichter ein Kind dafür zu begeistern.
00:32:54: Das ist wieder eine Sache die bei einem selbst anfängt.
00:32:58: Ja genau!
00:33:01: Du hast ja auch das Thema Hausaufgaben in deinem Buch ganz ausführlich nochmal aufgegriffen.
00:33:06: Ich hab ganz viele Eltern bei mir in der Beratung sitzen, die dieses Hausaufgabenteamer haben und die Kinder einfach überhaupt nicht motiviert sind was zu erledigen, was zumachen.
00:33:15: Und es ein wirklich totaler Kampf wird oft bis dann so dass die inneren Kinder da noch mitstreiten ja die Eltern oft selbst noch unangenehme Erfahrungen mit Lernen gemacht haben und du nimmst dieses Thema ja auch in deinem Buch ins Visier.
00:33:26: vielleicht magst du dazu nochmal deine Grundhaltung mitgeben?
00:33:30: Zum Thema Hausaufgarben brauchtest du das überhaupt, das hältst du davon Ja, bei diesem Thema auch entspannter zu bleiben.
00:33:39: Entspannung ist nicht ganz so einfach.
00:33:42: zugegebenerweise von Hausaufgaben bezeichne ich ja nicht ohne Grund in dem Buch.
00:33:46: Wie kommt mein Kind gut durch die Schule als Hausfriedensbruch?
00:33:49: Vielleicht als allererstes mal eine kleine Glassenheitsinformation.
00:33:58: Es geht einfach vielen Kindern so, dass sie erst mal da keinen Bock drauf haben.
00:34:02: Zumal natürlich wenn es irgendwann ins Pubertät-Loch geht und so weiter.
00:34:08: Rebecca Winthorpe eine Wissenschaftlerin die ich in meinem Buch aufziziere, die spricht davon das viele Kinder auch durch die Art und Weise wie Schule gestaltet ist in den Passenger Modus kommen also so in so einer Art Autopilot man kann eigentlich sagen eben nicht berührt sind.
00:34:24: jetzt halte ich ehrlich gesagt auch nicht besonders viel von Hausaufgaben.
00:34:27: Das nützt ja nichts, aber ich will es nur mal gesagt haben Es gibt bestimmte Formen der Übung und Vertiefungen die schon sinnvoll sind also sowas wie Vokabeln lernen Wenn man Dinge sich aneignet.
00:34:43: das ist schon sinn voll Und sicherlich kommt es auch sehr stark darauf an ob die Kinder begleitet werden können oder nicht.
00:34:49: Also wenn ich als Englisch Lehrer mit meiner Tochter englische Hausaufgerbe mache mit Sicherheit besser als wenn ein Kind das ganz alleine machen muss.
00:34:59: Aber genau das ist ja das Problem, weil dann alle Kinder wieder in der Klasse sitzen und ihre Hausaufgaben vorlesen und haben die halt kontrollieren lassen und ein paar halt überhaupt nicht.
00:35:09: Also erst mal so viel dazu.
00:35:11: Was wichtig ist, dass wir vielleicht als ganz allgemeine Formel nicht unsere eigenen Vorstellungen und Grundannahmen für die Kinder als gegeben nehmen.
00:35:27: Also haben wir zum Beispiel die Vorstellung gemacht, ist gemacht also das Kind die Hausaufgaben sofort machen nachdem es nach Hause gekommen ist.
00:35:36: Schule ist ein sehr starkes, eine sehr starre Struktur und zwar nicht davon ob's gut ist oder nicht.
00:35:45: Das Kind ist die ganze Zeit eigentlich nicht in der Lage selbst Entscheidungen zu treffen meistens in den meisten Schulen.
00:35:52: Und wenn es dann nach Hause kommt und ist schon wieder unter einem gewissen Zwang, kann das eben dazu führen dass der Gedanke erst macht man die Hausaufgaben und dann kannst du spielen gut ist.
00:36:03: Aber vielleicht sollte man's andersrum machen.
00:36:05: Vielleicht erstmal ausruhen, erstmal ein bisschen Luft schnappen, spielen usw.
00:36:11: Und dann nochmal Hausaufgarben machen.
00:36:15: Dann gibt's die verschiedensten Strategien und Möglichkeiten, die will ich jetzt natürlich nicht alle aufzählen... vielleicht so zwei, drei Blitzlichter.
00:36:23: Was ich zum Beispiel spannend finde ist das habe ich in einem Buch über ADHS gelesen dass wir normalerweise davon ausgehen Wir machen erst das schlimme und dann was uns Spaß macht Eat the Frog first heißt das Konzept.
00:36:38: Und der Autor des Buches wo ich darüber gestolpert bin er hat gesagt ja das mag ja für viele funktionieren.
00:36:45: Aber bei mir ist es echt so, dass it the ice first besser funktioniert.
00:36:48: erst das machen was mir Freude macht weil ich nicht beflügelt bin und dann gehe ich erst zu dem was schwierig ist.
00:36:53: ja
00:36:54: Das kann ich nur so bestätigen.
00:36:55: also Ich bin auch eher der Meinung dass die Motivation häufig mit den tun kommt.
00:36:59: Es ist sicher auch eine Persönlichkeit oder Temperamentssache nur Dann wenn ich schon mal drin bin.
00:37:03: das ist ja auch so.
00:37:04: die Lärmpsychologie Dass wir sagen fangen was mit leichtem an Was uns leichter fällt Also It The Ice First und dann vielleicht später is in Frosch
00:37:13: Ja, genau richtig.
00:37:15: Und dann geht es noch um den Ort.
00:37:17: Es gibt zum Beispiel Kinder.
00:37:19: Vielleicht ist das sowieso in vielen Familien so.
00:37:22: aber natürlich kann ich meiner Tochter sagen du hast jetzt ein Schreibtisch Aber die will gerade vielleicht noch näher haben Um Fragen zu stellen selbst wenn sie die Frage nicht stellt Selbst wenn man nichts mit ihr macht.
00:37:34: Da merkt man wieder warum Hausaufgaben so unfair sind.
00:37:37: Wenn man allein erziehend ist und zwei Jobs hat, kann man das gar nicht leisten.
00:37:40: Und dann kannst du sagen ja Blume erzählen erzähl mir mal einen von wegen ich sollte nah sein.
00:37:45: Das ist nur so.
00:37:46: ein Hinweis auf wenn es möglich ist kann man ja Ich sage jetzt mal die Socken zusammenlegen In der Nähe Ja Dann machen beide was übrigens auch ein guter punkt.
00:37:58: Es gibt ja mittlerweile sogar youtube videos für später Studierende wo jemand sagt study with me und dann läuft einfach ein statisches YouTube-Video von jemandem, der liest oder sich mit Notizen beschäftigt.
00:38:12: Ist ein bisschen traurig ehrlich gesagt aber soll natürlich.
00:38:16: für viele funktioniert das deshalb weil man besser mit mehreren Personen was macht und das ist eben da auch so.
00:38:22: und als letzter Punkt Pausen dürfen nicht unterschätzt werden genauso wie Essen und Trinken also wirklich die Grundbedürfnisse ansonsten natürlich irgendwann das kennen wir alle den Kopf so voll haben, dass es gar nicht weitergeht.
00:38:37: Ganz Schluss würde ich immer sagen was total wichtig ist... Es gibt Tage da geht's nicht weiter und in solchen Tagen finde ich es völlig in Ordnung auch mal zu sagen let´s call it a day wir schaffen es nicht.
00:38:52: vielleicht eine Notiz an die Lehrerin per Mail oder per digitalen System Auch gar nicht.
00:38:58: sowas erlauben sich das war so viel sondern einfach.
00:39:01: liebe Frau Müller Wir haben es wirklich versucht, aber heute haben wir es nicht geschafft.
00:39:08: Wir geben unser Bestes, dass das nächste Mal geht.
00:39:10: Vielleicht haben Sie auch noch einen Tipp?
00:39:14: Die Lehrkräfte mit ins Boot holen!
00:39:16: Nicht als Gegner sondern als Expertinnen die sie ja sind und dann lässt man's mal finde ich auch völlig in Ordnung.
00:39:24: Das finde ich auch absolut.
00:39:26: Ich hab das immer sehr gefeiert, wenn die Eltern da so offen waren, denn es ermöglicht ja auch der Lehrkraft dann auf das Kind einzugehen, eventuell noch mal zu unterstützen und erst einmal zu spüren.
00:39:36: Wenn ein Klasse von dreißig Kindern das dein Kind ist, das vielleicht Themen mit den Hausaufgaben hat?
00:39:40: Das kriege ich vielleicht unter Umständen sonst gar nicht mit.
00:39:42: also da kann ich auch nur alle Eltern am Mutigen traut euch da!
00:39:45: Es geht nicht darum, dann irgendwie zurückhaltend oder angepasst als Elternteil zu sein, sondern es geht dir darum deinen Kind zu unterstützen.
00:39:51: Also du darfst für dein Kind einstehen.
00:39:54: versucht dann nicht irgendwie die Lehrkraft, der keine Arbeit zu machen.
00:39:58: Die freut sich in aller Regel eher darüber wenn sie eine Info kriegt.
00:40:01: also so habe ich das zumindest immer erlebt.
00:40:04: Total und das ist ein bisschen das Blöde weil Eltern denken manchmal so ah soll ich die jetzt damit nerven oder so?
00:40:11: Dann ist es so dass man oft erst in einer Situation in die Kommunikation geht da kennt man sich nicht.
00:40:21: Aber es ist eine Situation des Konflikts sowieso schon, ja?
00:40:26: Und ich habe immer gesagt und ist auch so gemeint als Lehrer jetzt gegenüber Eltern melden sie sich wenn irgendwas anliegt.
00:40:36: und übrigens, wie ich das jetzt mal sagen darf Wenn man sich meldet einfach nur um zu sagen lieber Lehrer, lieber Lehrerin unser Kind ist freudestrahlen nach Hause gegangen weil's den Unterricht so toll fand Dann hilft man dieser Lehrkraft damit über die nächsten ein, zwei bis drei Wochen.
00:40:58: Diese Wertschätzung ist einfach unbezahlbar und so motivierend auch für die Erkräfte, die in Verbindung mit den Kindern sind oder?
00:41:05: Ja und das ist... Wir sind ja sowieso als Gesellschaft oftmals so dass wir eher auf das negative schauen.
00:41:19: Das ist jetzt nicht nur beim Lehrer-Job, aber nochmal also wenn man sich freut darüber dass der Lehrer oder die Lehrerin irgendwie gegenüber dem Kind besonders wertschätzend war oder das Thema besonders gut gemacht hat unbedingt sagen eigentlich... Also jetzt nicht, dass man es deshalb machen soll, sondern weil es ist fast eigenlitzig man davon ausgehen kann, dass die Lehrerin dann weiter auch engagiert ist.
00:41:49: Weil sie einfach merkt hey das was ich hier mache, das kommt auch tatsächlich an und zwar bis... Und es stärkt
00:41:54: auch noch die Bindung zum Kind also zum eigenen Kind über die Lehrkraften eben weiß.
00:42:00: oh das Kind, ich konnte das Kind berühren und das ist ja auch wieder etwas, was Gefühle in der Lehrkraft auslöst.
00:42:06: Also da bin ich auch so fest von überzeugt, dass diese Verbindungen zwischen einfach Lehrkräften und Kindern das A und O sind egal in welcher die Kinder gerade in der Schule stecken.
00:42:16: Und da komme ich auch schon zur nächsten und auch schon fast zur letzten Frage, du schreibst in deinem Buch oder lädst dazu ein, Schule vom Kind auszudenken?
00:42:25: Das hat mich total berührt!
00:42:27: Ich lege auch so großen Wert darauf, dass Kinder einfach in der Schule natürlich auch in Familien das bekommen, was sie brauchen.
00:42:34: Dass es stark auf die Bedürfnisse geachtet wird.
00:42:37: Vielleicht magst du's nochmal aus deiner Perspektive erklären?
00:42:41: Was heißt für dich Schule vom Kind ausdenken?
00:42:45: Ja ich muss gerade überlegen ob das... Also ich kann mir vorstellen, dass es sehr in die Richtung geht aber nicht ganz dasselbe ist weil es gibt da verschiedene Punkte.
00:42:55: also Als ich jetzt letzte Woche in Berlin war, hat jemand gefragt ob es nicht ein Unterschied machen würde wenn in allen Schulen anders über Kinder gesprochen würde.
00:43:07: Also nicht defizitorientiert sondern eben im Potenzial orientieren habe ich gesagt absolut und ich kenne auch zum Beispiel eine Initiative bei denen ist das so die Kinder die da hinkommen?
00:43:19: Das ist in einem sehr armen Stadtteil von Gelsenkirchen Priorität gesehen.
00:43:26: Also wir sagen, wenn da zwei Mitarbeiter miteinander reden und ein Kind kommt dazu, dann wird das Gespräch abgebrochen und es wird sich ums Kind gekümmert.
00:43:33: Und das merken die Kinder hier sind wir an erster Stelle.
00:43:36: Das ist natürlich irgendwie ein absoluter Ideal.
00:43:42: aber das wäre natürlich auch vom kind her denken.
00:43:45: jetzt gibt es ich sag jetzt mal ein Interessengeleitetes vom Kind herdenken und ein Didaktisches vom Kind erdenken.
00:43:52: Interessengeleitetes, vom Kind hedenken bedeutet schlicht weg.
00:43:57: Und da habe ich auch genauso gemacht.
00:43:59: logischerweise sonst können wir nicht darüber sprechen.
00:44:01: ab und zu mal zu fragen wie geht's euch eigentlich gerade?
00:44:05: Das ist wirklich trivial!
00:44:09: Es ist nicht trivial weil es die wenigsten der Kräfte hat.
00:44:12: Sie denken sie haben die Zeit nicht dafür.
00:44:14: Genau
00:44:14: wie gehts euch gerade genau?
00:44:15: und speaking of time Ich habe jetzt nicht immer und mit allem, aber zum Beispiel in meiner zehnten Klasse hab ich irgendwann gesagt wisst ihr was?
00:44:23: Was habt ihr gerade für Fragen?
00:44:24: die waren erst mal völlig konzept wie so wir.
00:44:29: Und irgendwann haben die dann Fragen gestellt und hier haben wir dann zusammen beantwortet.
00:44:32: da ist Zeit weggegangen von den Stunden.
00:44:37: Aber ehrlich gesagt who cares!
00:44:39: Ich bin derjenige der das strukturiert.
00:44:41: plus wenn die merken ich interessiere mich für euch und eure Probleme.
00:44:46: dann interessieren die sich auch für das, was ich sage.
00:44:48: Das heißt in der Situation wo ich in Anführungsstrichen die Klasse habe kann ich dann sagen Leute übrigens jetzt müssen wir mal voll rein klotzen und da machen sie das weil die wissen andersrum ist es eben auch so.
00:45:01: Ich erinnere mich an meine Lehrproben das kennst du vielleicht selber auch noch Wie Kinder dann plötzlich alle wie totale Lämmchen da sitzen und irgendwie das verhaltensauffälligste in Anführungszeichen im Kind am meisten mitmacht.
00:45:13: Und einen Sounterstützte kriege ich wieder gleich Pipi in den Augen, weil ich mich dafür dran erinnere.
00:45:18: Weil Kinder dann ja auch bereit sind einfach alles vereint zu geben, weil sie merken, da ist eine Person die gibt auch alles für uns und interessiert sich wirklich
00:45:25: vor uns.
00:45:28: Und das zweite, du hast gesagt es ist das Interessengeleitete.
00:45:32: Genau und dann gibt es das didaktische.
00:45:33: Das ist keine Idee von mir sondern der ja eigentlich weltweit bekannte Bildungsforscher John Hetty, der deshalb Welt bekannt ist weil er eine große Metastudie gemacht hat.
00:45:44: Metastude kann man sich so vorstellen dass das eine Studie ist die gleichzeitig tausende andere Studien aus Wertet.
00:45:50: Das heißt, man hat es im Grunde genommen mit Versuchsgruppen von Millionen von Kindern zu tun.
00:45:55: Klammer auf das wird auch kritisiert und da gibt's auch Schwierigkeiten aber wir sind ja jetzt hier nicht in einem vierstündigen Wissenschaftspotkast Klammar trug.
00:46:04: Weil jetzt
00:46:05: geht es eben darum dass seine oder sein wichtigster Gedanke ist, dass wir lernen sichtbar machen.
00:46:15: und er sagt ein guter Lehrer Change Agent, also ein Veränderungsgestalter der das Lernen aus der Sicht der Kinder verstehen muss.
00:46:26: Und darum geht es bei dem Tidaktischen.
00:46:27: Das heißt, es geht nicht darum wie man jetzt irgendwie bei Precht und Lands oder so hören kann.
00:46:32: wer kann besonders gut erklären?
00:46:33: Gut erklären können ist toll aber gut erklären können auch YouTuber.
00:46:37: Und letzten Endes würde ich mal sagen, der Erfolg.
00:46:40: Der Riesenmatte-Youtuber ist ja letzten Enden der empirische Beweis für das Scheitern der Mathelehrer in der Schule in dem Fall.
00:46:50: Aber es geht nicht um die Erklärung sondern es geht eben ums Lernen.
00:46:53: und dass lernen aus der Sicht der Kinder zu betrachten bedeutet eben zu wissen wo die Herausforderungen sind gleichzeitig um die Strategien zu wissen.
00:47:03: diese Herausforderungen dann zum Meistern.
00:47:07: Ja, das lerne.
00:47:08: Und
00:47:08: ich würde noch ergänzen ... Das meinst du bestimmt auch?
00:47:11: Dass wir uns einlassen auf die Welt in der Kinder gerade leben.
00:47:15: Ich war ja an der Grundschule und hab mit Mittelschülern gearbeitet.
00:47:18: Es ist schon so, wenn ich dann plötzlich anfange, in der Dino-Welt einzutauchen, die grade für die Kinder total spannend ist oder wenn nicht anfangen, mit einem Kuscheltier zu sprechen statt selbst zu reden und ich dann darüber die Aufmerksamkeit der Kinder gewinnen kann dann ist es einfach für Kinder leichter, Dinge auch zu begreifen.
00:47:39: Weil sie sich genau dort abgeholt fühlen?
00:47:42: Ja, genau!
00:47:43: Also das wäre sozusagen noch eine Dimension.
00:47:47: Ich glaube dass wir da als Gesellschaft und als Schulen auf sehr viel verpasst haben schon seit zehn Jahren über die sogenannte Digitalisierung.
00:48:00: und das Problem an der Digitalisierung in Schulen ist... Es geht gar nicht um Digitalisierung.
00:48:05: die digitale Gesellschaft.
00:48:07: Das heißt, ich habe ja diesen Bodo-Wart-Giff vergleich gemacht mit Barbara Srabababa bin... Wenn ich, und jetzt ist es wieder was anderes.
00:48:18: Also wenn man in den Medienwelten der Kinder... Und die sind natürlich sehr divers.
00:48:21: Deshalb, wenn wir sich damit nicht auskennen einfach mal die Kinder selber fragen, gibt es ganz viele Schätze, die sich anknüpfen lassen an das, was thematisch auch eine Rolle spielt.
00:48:31: Das war also ein tolles Beispiel mit dem Gedicht gemacht.
00:48:33: oder bei TikTok?
00:48:34: Ja genau!
00:48:35: Oder was ich zum Beispiel... Ich habe das damals gemacht als... Es ist jetzt schon bisschen her natürlich.
00:48:39: Als Rezo erst die CDU zerstören wollte und dann die Presse zerstört hat, ist mir aufgefallen Das, was Riso gemacht hat dieser blauhaarige YouTuber.
00:48:48: Eigentlich etwas, was wir in der Schule Materialgestütztes schreiben argumentierender Texte nehmen nur eben mündlich.
00:48:58: also das heißt er hat eigentlich ein Abiturformat gemacht und als mir das aufgefallen ist dachte ich spannend dann können wir erst mal dass was macht und wie es macht analysieren.
00:49:07: Dann haben wir das Antwortvideo der FATS Auch analysiert?
00:49:11: Dann haben wir selber solche Videos gemacht und dann sind wir zu dem Schriftlichen gekommen.
00:49:15: Aber der eigentliche Punkt war, dass die Schüler gemerkt haben Wir machen hier nicht irgendein komisches Format was mit uns in unserem Leben oder so nichts zu tun hat sondern Teil quasi einer gesellschaftlichen Debatte oder wir sind methodisch machen wie etwas, was auch so ein Rezo macht und damit eine Aufmerksamkeit von Millionen von Leuten bekommt.
00:49:37: Das heißt die Anknüpfung an diese Lebenswelten ist total spannend.
00:49:42: ist jetzt von Niveau, nicht Niveaux sondern Klassenstufe zu Klassen stuf unterschiedlich.
00:49:48: Das ist klar als wir gerade von Dinosauriern gesprochen und so.
00:49:51: Also Englisch lernen mit einem Bärchen oder so das ist dann eher Fünfteklasse Riese und sowas eher Zehnteklasse.
00:49:57: Genau!
00:49:58: Das ist
00:49:59: ja total spannend wenn du knüpfst an was du ganz am Anfang gesagt hast.
00:50:03: es geht darum die Kinder ernstzunehmen auch ihr Autonomiebedürfnis zu erfüllen.
00:50:06: zur Autonomie gehört nämlich auch mit der eigenen Meinung gehört zu werden ernst genommen zu werden Auch Teil eines größeren zu sein und auch ja nicht als Kind sozusagen, sondern in dem Moment auf Augenhöhe mit der eigenen Meinung wahrgenommen zu werden.
00:50:21: Ich glaube das ist gerade auch wenn bei den älteren Kindern es geht in der Wackensanpuppatee schon los ganz entscheidend.
00:50:29: Ja genau!
00:50:30: Ich habe noch eine Abschlussfrage, aber ich könnte nur stundenlang mit dir weiterquatschen.
00:50:35: Wenn du Eltern einen Satz mitgeben dürftest... in wie ein Leuchtturm durch die Schulzeit ihres Kindes hilft.
00:50:42: Was könnte das für einen Satz sein?
00:50:44: Ein Satz, der vielleicht auch Zuversicht ausstrahlt für Eltern, die da ein bisschen verzweifelt sind.
00:50:52: Das Wichtigste ist die bedingungslose Liebe und das hört sich so einfach an aber das beinhaltet ganz viel weil es eben... das Wichtigeste ist die Bedingungslose Liebe.
00:51:06: Das Kind kann Fehler machen im digitalen Raum.
00:51:11: als Quatsch macht, weil es mal Grenzen übertrifft.
00:51:13: Weil's meine Hausaufgabe nicht macht und im Unterricht nicht zugehört hat, weil die Noten schlecht sind.
00:51:20: Das Wichtigste ist die bedingungslose Liebe!
00:51:23: Wunderschön.
00:51:25: Ganz berühren, ob ich.
00:51:26: Dank dir von ganzem Herzen für all den wertvollen Infos.
00:51:29: danke dass du zu Gast warst.
00:51:30: wir verlinken natürlich dein Buch in den show notes und Du hast auch noch mal darauf hingewiesen das du gerade eine newsletter schreist.
00:51:39: vielleicht magst du dazu kurz noch was sagen.
00:51:41: da können wir es auch verlinken.
00:51:43: genau das jetzt ein langes gespräch.
00:51:45: das finde ich total schön weil er gerade auf social media wo ich ja auch unterwegs bin die Inhalte immer so sehr verkürzt werden.
00:51:53: Und Newsletter dachte ich erst ist irgendwie ein neunzehntneunziger Stil, aber ist es eigentlich gar nicht.
00:51:59: Also ich bereite dort Diskussionen die man über Bildung entweder nur am Rande hört oder nur verkürst extrem substanziell und präzise recherchiert auf.
00:52:11: da geht's zum Beispiel dann um Medienbildung, was heißt Pisa jetzt wirklich?
00:52:18: Und zwar mal so fern ab dieser ganzen Schlagzeilen und genau das ist frei.
00:52:24: Aber ich habe dann auch so ein Unterstützungssystem, da bekommen Leute dann Zugänge zu Elternplattformen usw.
00:52:30: und sofort.
00:52:31: Und na ja, ich muss wirklich sagen Ich bin total begeistert weil ich hab jetzt sechstausend Abonnenten, ich habe zwehundertfünfzigtausend Follower.
00:52:39: Trotzdem fühlen sich diese sechs tausend so viel stärker an.
00:52:46: Bin nicht sagen wichtig aber bei den Videos, das kennen wir alle.
00:52:51: Swipe man weiter und dann kommt das nächste Video.
00:52:54: Ich weiß genau was du meinst.
00:52:55: Newsletter
00:52:56: ist wirklich die Erlaubnis in das reinzukommen wo man sowieso schon so viel hat nämlich in das Mailfach und dann vielleicht sich hinzusetzen bei einem Kaffee.
00:53:05: Mein Newsletter kommt immer samstagmorgen und sich mal so mit so einem Thema ein bisschen länger zu beschäftigen.
00:53:12: Ihr seid herzlicher!
00:53:13: Damit es am Ende berührt würde ich sagen oder?
00:53:17: Genau, da freuen wir uns sehr drauf.
00:53:19: Ich merke mich auch gleich mal an und werde dann Samstagmorgen an dich denken wenn ich da eintauche.
00:53:23: Also vielen Dank noch für deine wertvolle Arbeit!
00:53:25: Und es gibt ja auch nochmal News und zwar bist du doch jetzt Podcast-Haus der Neuesten.
00:53:31: vielleicht magst Du das noch kurz erzählen?
00:53:33: Ja tatsächlich, ich hatte ja schonmal einen Elternpodcast auch den Familienrat mit Katja Saalfrankt er dann leider beendet wurde.
00:53:42: Und jetzt bin ich bei einem Papa-Podcast.
00:53:45: allerbeste Vaterfreuden.
00:53:47: Also man muss dazu sagen, der ist zwar jetzt pädagogisch wertvoll wie es heißt aber das ist schon auch so ein bisschen Papalabapodcast.
00:53:55: also wir machen beides.
00:53:56: Da spielen Studien eine Rolle.
00:53:58: Aber wenn man sich dafür interessiert, wie denken denn Väter?
00:54:05: Ja, über Erziehung vielleicht auch über ihre Erziehungsfehler und so weiter ganz offen.
00:54:10: Dann kann man da natürlich auch total gerne vorbeischauen.
00:54:13: Ihr kennt den Podcast auch schon?
00:54:14: Wer ich ihn schon ganz oft beworben habe in meinem Podcast!
00:54:16: Ich war ja auch schon ganz auf das Expertin zu Gast.
00:54:19: Das heißt alle die Zuhören kennen ihn glaube ich schon.
00:54:20: deswegen ab sofort werdet ihr dort Bob vorfinden.
00:54:24: Wir haben als Lisa noch beste Vaterfreuden.
00:54:26: jetzt ist es halt Allerbeste Vaterfroden.
00:54:29: Genau, richtig cool!
00:54:32: Vielen Dank, dass du dabei warst und ich möchte euch darauf hinweisen ab sofort.
00:54:36: Hat die Bindungsakademie wieder geöffnet?
00:54:38: Wir haben ja gerade von Bedingungsloser Liebe gesprochen.
00:54:41: Und diese Bedingungslose Liebe, wie wir sie Kindern schenken und wie auch innere Kinderbedingungslose Liebe kriegen ... Das erfahrt ihr in meiner Bündungsakademie.
00:54:49: Dort will ich aus zum bindungsorientierten Elternberater.
00:54:52: Weil's zu mehr erfahren möchtest, da gibt es den Link in den Show-Nauts für eine begrenzte Zeit ein Rabatt!
00:54:58: Ich freu mich einfach auf alle, die vielleicht sogar an der Selbstständigkeit als Leuchtturm später in Familien arbeiten möchten oder vielleicht einfach alles zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen möchten.
00:55:12: Bis zum nächsten Folge.
00:55:13: ihr Lieben und vielen Dank fürs Zuhören!
00:55:16: Ciao.
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