#155 Handyfrei? - Kinder bei der digitalen Mediennutzung begleiten

Shownotes

Du möchtest deinem Kind digitale Medien nicht verbieten und fragst dich, wie du es vor einer Mediensucht beschützen kannst? Dann hör unbedingt in meine neue Podcastfolge mit Petra Trautwein rein. Sie ist Spiegel Bestseller Autorin des Buches: Handyfrei - Wie Eltern ihren Kindern einen gesunden Umgang mit Medien beibringen.

Du erfährst:

  • welche Bedürfnisse bei deinem Kind präventiv erfüllt werden können
  • wie du mit deinem Kind gute Vereinbarungen findest
  • wie du dein Kind konkret schützen kannst
  • praktische Ideen für euren Familienalltag

Petra Trautwein ist Expertin für Medien und Lernen sowie Spiegel-Bestseller-Autorin. Als Mutter, Mentorin und Coach begleitet sie Familien durch eine Zeit, in der sich Erziehung radikal verändert – weil Bildschirme längst zu Alltagsbegleitern geworden sind. Petra Trautwein hat Raus aus dem Schulchaos geschrieben – einen Bestseller, der Eltern den Druck nimmt und neue Wege zeigt, wie Schule und Lernen wieder gelingen können. Anfang 2026 ist Handyfrei erschienen. Mit dem Buch will sie Familien stark machen gegen digitale Überforderung – und Eltern helfen, wieder in Verbindung zu kommen.

Website: https://petratrautwein.com Instagram: https://www.instagram.com/petra.trautwein.lernexpertin/ Podcast Schulerfolg. Einfach. Gemacht. https://petratrautwein.com/podcast/ Buch Handyfrei – so bringen Eltern ihren Kindern den gesunden Umgang mit Handy & Bildschirmen bei: https://petratrautwein.com/buchhandyfrei/

IMPULSVORTRAG UND Q&A: Bedürfnisorientierte Einschulung Der erste Schultag verändert alles. 🤍 Aufregung, Vorfreude, doch auch Trennungsschmerz, Leistungsdruck und ganz viele Fragen. Du willst für dein Kind da sein, es stärken, weißt jedoch nicht immer wie? Genau dafür habe ich meine „Bedürfnisorientierte Einschulung" erstellt – 2,5 Stunden voller praktischer Impulse, damit du dein Kind liebevoll und sicher durch diesen neuen Lebensabschnitt begleiten kannst. Mit dem Code SCHULE10 sparst du 10 Euro: https://mein-erziehungsratgeber.de/impulsvortrag/

Der große Bindungskurs Du möchtest Bindung mit deinem Kind täglich leben und dadurch bereits vorausschauend auf die Bedürfnisse deines Kindes reagieren? Dann melde dich jetzt für meinen großen Bindungskurs an. https://bindungskurs.mein-erziehungsratgeber.de/ Spare 50 Euro mit dem Code BINDUNGGEMEINSAMLEBEN50

HOLE DIR JETZT MEINEN WOCHENPLAN FÜR 0 EURO! Dein Plan für mehr Orientierung, Struktur & Leichtigkeit in der Familie DEIN BONUS: TAGESPLAN FÜR KINDER FÜR WOCHENEND- UND FEIERTAGE https://mein-erziehungsratgeber.de/wochenplan/

KiKA-Serie Stark „mit Fidi“ Die kleine Fledermaus hört genau zu, nimmt alle Gefühle ernst und hilft dabei, gemeinsam gute Lösungen zu finden. Und sie gibt Familien zuhause ganz nebenbei schöne Gesprächsimpulse für ähnliche Situationen. Ich durfte als Skriptberaterin unterstützen. https://www.kika.de/kikaninchen/stark-mit-fidi/stark-mit-fidi-102?atmedium=multi&atcampaign=div&at_title=SMF2-MS-NL

Meine Bindungsinsel Dein Jahreskurs für mehr Bindung statt Streit mit deinem Kind ​​Für Selbstregulation und Innere-Kind-Arbeit – damit du als Mama oder Papa mehr Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnst, deine Bindungsfähigkeit und dein Kind stärken kannst. https://insel.mein-erziehungsratgeber.de/

WAS TUN BEI WUTAUSBRÜCHEN? Strategien, wie dein Kind sich beruhigt Dein Webinar für mehr Sicherheit im Umgang mit Wut Sichere dir jetzt deinen Platz für 0 €:

https://webinar.mein-erziehungsratgeber.de/ Hol dir jetzt mein 3-teiliges E-Book zum Thema „Gewaltfrei Grenzen zeigen" für 0 Euro! https://mein-erziehungsratgeber.de/ebook/

Hol dir jetzt meinen Kompass durch die Wackelzahnpubertät für 0 Euro! 🎁 https://mein-erziehungsratgeber.de/wackelzahnpubertaet-ebook/?et_fb=1&PageSpeed=off

INSTAGRAM: Martinas Instagram-Kanal und tägliche praktische Impulse für deinen Familienalltag findest du hier: https://www.instagram.com/stories/drstotzkinderpsychologie/

0-EURO ANGEBOTE FÜR ELTERN UND PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE Martinas 0-Euro Angebote für Eltern und pädagogische Fachkräfte findest du hier: https://mein-erziehungsratgeber.de/

PODCAST: LEUCHTTURM SEIN Martinas Podcast LEUCHTTURM SEIN findest du hier: https://mein-erziehungsratgeber.de/podcastfolgen/

KINDERBÜCHER UND HÖRBÜCHER Martinas bindungsorientierte Kinderbücher, Kartensets und Hörbücher findest du hier: https://mein-erziehungsratgeber.de/verlag/

DU MÖCHTEST BINDUNGSORIENTIERTE ELTERNBERATER*IN WERDEN UND EINEN ANERKANNTEN FERNLEHRGANG BELEGEN? Martinas Ausbildung zum zertifizierten bindungsorientierten Elternberater findest du hier: https://mein-erziehungsratgeber.de/bindungsakademie/

Der große Geschwisterkurs Wie du Geschwister kompetent begleitest https://geschwister.mein-erziehungsratgeber.de/

GEFÜHLSSTARKE UND HOCHSENSIBLE KINDER STÄRKEN Dein Onlinekurs für mehr Leichtigkeit im Familienalltag https://mein-erziehungsratgeber.de/gh-kinder-kurs/

Bedürfnisorientiert in KITA, KIGA und SCHULE Du möchtest, dass dein Kind in KiTas und Schulen bedürfnisorientiert und bindungsorientiert begleitet wird? Du bist selbst Fachkraft in einer KiTa/KiGa/Schule? Dann sei von Herzen gerne im Fachkräftekurs mit dabei. https://mein-erziehungsratgeber.de/fachkraeftekurs/

Transkript anzeigen

00:00:09: Ein herzliches Willkommen zu meinem Podcast Leuchtturm sein.

00:00:14: Der Podcast für eine geborgene Kindheit!

00:00:17: Meine Vision ist es, dass Kinder durch die Begleitung ihrer Bezugspersonen ein starkes Selbstwertgefühl entwickeln und darüber zu selbstbewussten glücklichen und liebevollen Menschen heranwachsen.

00:00:29: Mein Name ist Martina Stotz und als Faktorin der Pädagogik-Wissenschaftlerin im Bereich der Entwicklungs- und Familienpsychologie sowie als Erziehungsfamilien und Paarberaterin unterstütze ich Eltern durch meine Onlinekurse und in Beratungen.

00:00:44: Ich vermitle vor allem ganz praktische und sofort umsetzbare Handlungsstrategien, die Eltern dabei helfen selbstsicher- und erziehungskompetent auf ihre Kinder zu reagieren.

00:00:56: Schau gerne auch auf meinem Instagram Profil vorbei Und wenn du möchtest, sichere dir meine E-Books für Null Euro zum Thema Gewaltfreigrenzen zeigen Kinderängste begleiten sowie Bindung und Urvertrauen.

00:01:10: Glicke einfach auf die Links in den Show Notes und hol dir die E-Books für Nulleuro.

00:01:15: Danke dass Du da bist und meine Vision unterstützt!

00:01:19: Sei dein Leuchtturm und darüber der Leuchthurm für dein Kind.

00:01:25: Hallo und herzlich willkommen, meine Lieben.

00:01:27: Zu einer neuen Podcast-Folge zum Thema Kinderwetter digitalen Mediennutzung begleiten!

00:01:33: Ich freue mich riesig dass ich heute die Autorin Petra Trautwand zu Gast habe.

00:01:38: Die hat ein wunderbares Buch geschrieben zu diesem Thema.

00:01:40: das heißt Handy frei und ich starte direkt rein.

00:01:44: allerdings würde ich nicht riesig freuen Petra wenn du dich einmal noch kurz vorstellst für alle die dich noch nicht kennen.

00:01:51: Sehr gerne, liebe Martina.

00:01:52: Danke für die Einladung!

00:01:53: Ja du hast es schon gesagt ich bin Autorin weil ich sage voller Stolz sogar Spiegel-Bestsellerautorin des Punktes nämlich so präsent dass es auf Anhieb auf dem Platz zehn der Bestsellerliste gelandet ist und das zeigt schon

00:02:07: wie mich

00:02:08: dieses Thema ist.

00:02:10: Ich habe jetzt zehn Jahre lang Familien begleitet rund um die Themen Schule und Lernen.

00:02:15: Und hab dann vor zwei Jahren ungefähr gemerkt, dass das Handy da sehr stark Einzug hält und ich halte mittlerweile das Handy oder die Bildschirme für die Ursache Nummer eins bei Schul Schwierigkeiten und auch bei Verhaltensauffälligkeiten.

00:02:30: Dann habe ich ganz viel gelernt was ich nicht wusste und dachte mir, das müssten die Eltern wissen.

00:02:36: also wie funktioniert das Gehirn?

00:02:39: tun.

00:02:40: Und warum bin ich überhaupt nicht ohnmächtig bei dem Thema?

00:02:43: Das war mir ganz, ganz wichtig!

00:02:45: Ja und das zeigt sich auch in deinem Buch, dass ich von Herzen empfehlen möchte da gehen wir später auch noch mal drauf ein.

00:02:50: nur wir starten jetzt direkt mit so ein paar Fragen die mich auch immer wieder erreichen und die auch ich nochmal ganz interessant finde aus meiner fachlichen Sicht.

00:02:58: Die aktuelle OECD-Studie zeigt ja, dass Kinder und Jugendliche immer früher und länger vor Bildschirmen sitzen.

00:03:05: Du sagst allerdings Medien seien oft nicht das eigentliche Problem so steht es in dein Buch sondern das Symptom.

00:03:11: Wofür genau ist denn übermäßige Bildschirmnutzung aus deiner Sicht ein Symptomen?

00:03:17: Also wir müssen hier schauen, dass die Kinder nicht ans Handy gehen weil sie Bildschürme gut finden, sondern sie suchen ja dort irgendwas.

00:03:25: Ich habe das in meinem Buch die fünf Zauberkräfte genannt und im Grunde sind es Bedürfnisse, die jeder Mensch hat gesehen werden erfolgreich sein zu Gehörigkeit empfinden aber auch Entspannung und deswegen gehen die Kinder ja an die Bildschirme.

00:03:40: Und jetzt wird's ein bisschen ungemütlich für die Eltern weil wir müssen halt dann einfach sagen wenn Sie das an den Bildschirmen suchen Auch wenn uns das nicht gefällt dann scheinen sie das im echten Leben zumindest nicht ausreichen zu finden.

00:03:52: Ich will jetzt nicht sagen, dass Eltern ihren Kindern gar nichts von diesen Bedürfnissen geben aber die sind offenbar größer als das was sie im echten Leben finden.

00:04:02: und wir Eltern sind natürlich alle sehr beschäftigt und manchmal übersehen wie er da auch dass ein Kind einfach gerade mehr Zugehörigkeit braucht, mehr Entspannung oder auch mehr Erfolg.

00:04:14: in der Schule ist es ja oft ganz schwierig.

00:04:16: wenn dann die Lehrer streng sind die Noten passen dann fühlen sie sich nicht erfolgreich und suchen es einfach woanders.

00:04:24: Und das fällt uns Eltern nicht immer gleich auf, deswegen sage ich, dass ist ein Symptom.

00:04:29: da dürfen wir hingucken ernst nehmen und wenn der Mediengenuss halt viel zu hoch ist, dann wirklich hingehen oder überlegen man kann Bedürfnisse ja nicht nur online befriedigen.

00:04:41: Wie kriegen wir die?

00:04:42: Das Gemeinste ist diese virtuelle Welt auch gerade in dieser Gaming-Welt oder natürlich in unterschiedlichsten Kinderserien oder auch Filmen dass natürlich diese virtuelle Welt so spannend ist und vor allem so viele Bedürfenisse gleichzeitig vermeintlich erfüllt.

00:04:57: das ist ja auch das warum Kinder so schnell davon süchtig werden können oder deswegen.

00:05:01: die reale Welt ist natürlich im Verhältnis, wenn ich jetzt in so einer völlig abgespaced und sage ich jetzt mal online Spielwelt bin.

00:05:09: Natürlich im Verhaltens auch ein bisschen langweilig.

00:05:12: ja das ist ja genau das Gefährliche dass wir uns das auch bewusst machen als Eltern was eigentlich die virtuelle welt bietet im vergleich zur realen welt.

00:05:19: es finde ich schon auch manchmal richtig schockierend wie diese spiele aufgebaut sind.

00:05:23: dann arbeiten Psychologen mit dass auch die Kinder darüber wirklich süchtig werden.

00:05:27: das ist her furchtbar

00:05:29: Genau.

00:05:30: Also genau darum geht es, die Kinder können nichts dafür!

00:05:33: Die Spiele, die Apps, die Social Media Anwendung.

00:05:36: Das ist alles von Psychologen und Neurologgen und von Programmierern genauso programmiert.

00:05:42: dass wir immer mehr Zeit damit verbringen sollen weil das ja ihr Geschäftsmodell ist das muss man ganz klar sagen.

00:05:50: ich habe neulich mit einem Papa diskutiert.

00:05:52: der hat gesagt eigentlich sind es Drogendealer.

00:05:55: also man könnte schon so sagen sie machen unsere Kinder uns süchtig weil sie halt mitten in der Hirnentwicklung drin sind, in der Pubertät im Normalfall.

00:06:06: Also so zwischen fünf zwölf und siebzehn ist einfach ein ganz großer Unbruch im Gehirn.

00:06:12: Und da sind Sie auch anfälliger für Süchte als Erwachsene.

00:06:15: Wenn wir jetzt schon mal überlegen wie schwer es uns manchmal fällt das Handy aus der Hand zu legen dann können wir uns vorstellen wie schwer das für unsere Kinder sein kann.

00:06:24: Genau, und dann sind Kinder ja auch sehr unterschiedlich.

00:06:26: Also es ist bei Erwachsenen nicht anders.

00:06:27: Die einen haben mehr Suchtpotenzial als die anderen.

00:06:30: Es gibt Kinder, die sagen auch ich gehe viel lieber raus zum Basketball spielen mit meinem Freund.

00:06:34: Und das nächste Kind würde immer die virtuelle Welt bevorzugen.

00:06:37: Das finde ich auch total spannend wenn ich so an meine Zeit mit den Kindern denke wie unterschiedliche Kinder da auch sein

00:06:44: können.

00:06:44: Das hat so ein bisschen mit der ganzen Pandemie angefangen, dass wir da einfach sehr viel online gemacht haben und manche Kinder haben sich da sehr dran gewöhnt.

00:06:54: Und gerade wenn sie im echten Leben ein bisschen Schwierigkeiten haben mit dem Selbstvertrauen damit Freunde zu finden oder sowas dann ist die Gefahr des leichter wie du ja am Eingangs schon gesagt hast es online viel leichter.

00:07:07: Da muss ich mit niemanden diskutieren.

00:07:09: Dann muss ich mir keine blöden Kommentare von meinem Freund oder meiner Freundin anhören.

00:07:13: Und diese Kinder rutschen dann natürlich noch mal schneller ab in so eine Dauerberieselung, weil es einfach ist.

00:07:21: Das heißt auch die Erfolgserlebnisse, die Kinder brauchen.

00:07:24: Auch der Blick auf die Ressourcen des Kindes.

00:07:26: Welche Stärken hat das Kind damit es im realen Leben mehr Erfolg sammeln kann?

00:07:30: Das ist ein ganz wichtiger Bereich.

00:07:32: oder wenn wir gut vorbeugen wollen und präventiv arbeiten wollen.

00:07:35: Genau!

00:07:36: Weil wenn alle Bedürfnisse offline befrieden... Also ich will jetzt nicht sagen dann geht man gar nicht ans Handy logisch.

00:07:42: Man möchte ja auch ein bisschen vielleicht chatten was ausmachen die Älteren auf Social Media gehen.

00:07:47: Aber ich finde, wir Eltern sollten schon darauf schauen, weil sie so wehrlos sind in diese süchtig machenden Mechanismen reinzuschauen, dass wir einfach gucken, das es nicht überhand nimmt und dass Kinderfreunde haben, dass sie zum Sport gehen, dass die Schule so läuft wie sie halt laufen soll.

00:08:06: Es muss nicht alles Muster-Schüler sein aber, dass ihre Hausaufgaben machen, dass Sie nachts schlafen.

00:08:12: Ich find's auch ganz erschreckend!

00:08:14: wo man dann sieht, wie wenig die Schulkinder nachts schlafen.

00:08:18: Weil nämlich immer das Handy daneben liegt und ständig irgendeine Nachricht... kommt und mal irgendwie online geht zwischendurch.

00:08:26: Ja,

00:08:26: da ist

00:08:26: ja diese

00:08:27: große Angst, was zu verpassen nicht dazu zu gehören.

00:08:29: Genau!

00:08:30: Und das Schlimme auch gerade... Also ich kenne viele Jugendliche die einfach auch YouTube durchsuchten die ganze Nacht oder immer bei Tiktok hängen oder dann Snapchat'n die ganze Zeit, was auch immer grade so ansteht.

00:08:42: Das ist ja genau dieses Problem dass man davon auch nicht wegkommt weil bei YouTube einem halt sofort dann das nächste angezeigt wird.

00:08:48: Das kennt man ja selber auch wenn man Serie guckt Sie Cliffhänger Da will man einfach weiter machen.

00:08:53: Deswegen würdest du auch empfehlen bei Teenagern noch darauf zu achten, dass das Handy nachts einfach aus dem Schlafzimmer raus ist?

00:08:59: Definitiv!

00:09:00: Nicht

00:09:00: nur bei Teenage und der ganzen Familie.

00:09:03: Also da sind so ein paar Regeln die würde ich wirklich familienweit einführen.

00:09:07: Kein Handy im Schlaf-Zimmer nachts wenn man schläft.

00:09:10: Das ist einfach ungesund und es gibt auch Studien, dass es Handynflugmodus, wenn's darliegt trotzdem... Eine Störung verursacht.

00:09:19: Weil wir wissen, dass es da liegt sind wir in so einer halb acht Stellung weil wir wissen das kann jetzt was reinkommen und dass der Flugmodus an ist.

00:09:27: Das hat unsere Unterbewusstsein gar nicht mitbekommen und ist trotzdem deswegen eben nie in der richtigen Tiefschlafphase.

00:09:34: Also Handy ist aus dem Schlafzimmer kein Handy beim Essen, das finde ich zwei Regelungen die müssten wirklich für alle Familien gelten.

00:09:42: Wenn wir jetzt schon

00:09:42: bei so praktischen Ideen sind.

00:09:44: hast du da dann noch weitere ideen?

00:09:46: Was wir machen können um Kinder wirklich zu schützen und es gut vorzuleben?

00:09:50: weil strikte Verbote in unserer jetzigen Welt in der ja die digitale Welt einfach dazu gehört Wir leben ja in einer digitalen Das lässt sich hier nicht verhindern.

00:10:00: Was würdest du sagen, außer jetzt Schlafzimmer und Essen?

00:10:03: Was können Eltern dann noch umsetzen?

00:10:05: Steht dir auch viel in dein Buch?

00:10:07: ja da kann man tiefer einschmecken.

00:10:08: nur vielleicht hast du noch ein paar Ideen.

00:10:10: Also ganz wichtig ist an der Stelle natürlich auch die Haltung der Eltern und da müssen wir einfach mal bei uns auch so ein bisschen hingucken.

00:10:17: Klar, wir arbeiten und wir organisieren einen Leben für uns selber und für unsere Kinder und unseren Partner vielleicht auch nochmal irgendwie mit oder für die Oma das sind wir sehr viel produktiv unterwegs.

00:10:28: wenn wir jetzt aber mal gucken was unsere Kinder sehen es halt sehr oft ah Mama oder Papa sind am Handy.

00:10:34: das heißt Erstens mal sich selber bewusst zu werden, wie oft bin ich am Handy?

00:10:39: und dann sagen mir in meinen Coachings die Frauen immer ja ich muss ja das organisieren und hier in der WhatsApp-Gruppe gucken.

00:10:45: Und da sage ich gut beobachtet euch mal eine Woche lang und dann merken sie auch wenn ich nur was nachschauen wollte bin ich zehn Minuten später immer noch im Internet.

00:10:55: Auch wenn ich nun mein Konto checken wollte gucke ich immer nochmal bei Instagram vorbei Und dass man da anfängt, sich selber bewusst zu werden und auch dafür selbst mal zu sagen okay ich mache ein bisschen weniger.

00:11:07: Wenn nicht viel arbeiten muss am Handy das ich dann meinem Kind auch sage?

00:11:12: Ich checke jetzt den Kontostand, ich gucke jetzt wann die S-Bahn fährt weil es einfach also unterscheidet ja zwischen Produktivität und Berieseln lassen.

00:11:21: und was blöd ist ist das berieselten Lassen wenn man produktiv am Handy.

00:11:26: Ich meine, wir sind alle im einundzwanzigsten Jahrhundert.

00:11:28: Das wollen wir!

00:11:29: Das macht das Leben ja auch einfacher.

00:11:31: Auch die Kinder dürfen Vokabeln lernen mit einem Handy aber sie sollen halt nicht drei Stunden auf Instagram rumhängen oder wie du sagst YouTube Videos eins nach dem anderen angucken.

00:11:41: also Die Haltung der Eltern ist ganz ganz wichtig.

00:11:44: Und dann würde ich schon sagen, auch so einen Umgang in der Familie mal definieren.

00:11:49: Wir schauen in unseren Coachings auch immer an.

00:11:51: was ist mir denn als Familie wichtig?

00:11:53: Wollen wir miteinander reden oder wollen wir uns anschweigen und jeder guckt ins Seinbildschirm?

00:11:59: Wollen wir eine Verlässlichkeit?

00:12:01: Ist auch so ein Thema, weil ganz oft Kinder ja irgendwelche Sperren dann umgehen und dann darf man einfach mal drüber reden.

00:12:07: Wollen die uns eigentlich aufeinander verlassen können?

00:12:10: Weil das Einzige ist dass die Kinder die YouTube-Sperre aufheben.

00:12:13: Das andere ist aber auch, dass sie schon gern hätten wenn Mama sich vom Sport abholen soll, daß sie Mama dann auch kommt.

00:12:20: und auch das ist Verläslichkeit!

00:12:22: Und ich bin immer dafür, dass mir einfach damals darüber spricht du verlangst von mir bestimmt oder mich wünsch.. Dinge und ich wünsche mir von dir dann aber auch eine Verlässlichkeit.

00:12:31: Und dazu gehört, dass man das nicht als Sport sieht alle Sperren zu umgehen weil das ist ja für die Kinder gehen ja nicht her und sagen so, ich träge jetzt die Mama aus.

00:12:41: Sondern sie wollen halt unbedingt dieses Handy oder diesen Bildschirm aktivieren.

00:12:45: aber wenn Sie mal drüber nachdenken und wenn man ins Gespräch mit ihnen geht dann kriegt man ganz andere Reaktionen und das finde ich halt sehr schön, ne?

00:12:54: Ja, das ist total schön!

00:12:55: Also ich bekleide viele Familien die zum Beispiel in den Ferien ganz häufig Smartphone freimachen Oder zum Beispiel tagsüber zu einem Smartphone-Freien.

00:13:03: Dann gibt es eine Stunde, wo jeder seine Nachrichten checkt.

00:13:06: Hier haben wir so gemeinsam als Familie auch im Urlaub ist was dann auch zur Folge hat das z.B die Geschwister in den Ferien plötzlich anfangen wieder miteinander zu spielen weil sie nicht der eine vom Hörbuch oder der nächste vom Bildschirm hängen ungefähr.

00:13:19: Das Nächste das ist für die ganzen Beziehungen nicht nur für die Eltern-Kindbeziehung sondern diesen Zusammenhalt diese Gemeinschaft in der Familie wirklich etwas bringt.

00:13:27: oder vielleicht auch am Wochenende zu sagen Es gibt ein Handy freien Tag Und dann einfach auch mit den Kindern reinzuspülen und zu sagen, wie war das jetzt?

00:13:34: Und dann habe ich ganz viele Eltern, die auch sagen meine Kinder mit neunzehn Jahren berichten, wie cool es war.

00:13:40: Wie viel Spaß das gemacht hat.

00:13:41: oder was ich auch spannend finde... Ich habe lange mit Jugendlichen gearbeitet und die haben immer gesagt, sie müssen das Handy auf jeden Fall wegmachen wenn wir den Ausflug machen.

00:13:50: Und dann gibt es eine Kiste wo die Sachen eingesammelt werden und die Handys drin liegen zum Beispiel im Schulandheim oder so und eigentlich sind die Teenager einem dankbar wenn es so passiert.

00:14:01: also ich finde auch immer spannend was die Kinder des einem sogar rückmelden, dass sie das brauchen.

00:14:06: Dass es weggenommen wird und klar sind da auch wieder Teenies sag ich mal unterschiedlich.

00:14:11: und ich sage jetzt mal eine Teenie hat vielleicht ein Sport wo er regelmäßig hingeht und sowieso alle Bedürfnisse schon erfüllt hat.

00:14:17: Da finde ich das dann vielleicht auch weniger dramatisch.

00:14:20: nur wie du vorher am Anfang gesagt hast wenn ich schon beobachte Das Kind zieht immer das Handy vor Dann sollte man da finde ich schon eben auch hingucken ja wenn das immer wichtiger ist

00:14:32: Ja, wir sind ja auch soziale Wesen letztendlich und wir brauchen alle diese Kontakte.

00:14:38: Und wenn ein Kind dann kaum... Das passiert tatsächlich immer häufiger, dass ein Kind kaum Freunde hat, kaum rausgeht, kaum zum Sport geht.

00:14:46: Dann wird es halt so ein bisschen kritisch.

00:14:48: Da müssen wir einfach drauf gucken.

00:14:51: Und man sieht hier in Österreich haben sie ja diese einundzwanzig Tage Smartphone-Free Challenge gemacht?

00:14:56: Ja!

00:14:57: Die Kicker feedbacken alle, das es ihnen wahnsinnig gut getan hat, da sie miteinander spazieren gehen, dass sie miteinander Gesellschaftsspiele machen und und.

00:15:07: Wir versuchen immer in unseren Coachings zu Rituale einzuführen und eine Familie hat ja ein Kind das ist neunzehn bis zweite die so fünfzehn also schon relativ große Kinder.

00:15:18: und die Mama hat sich getraut zu sagen ich möchte gerne eine Stunde am Abend mit euch Medienfrei und wir spielen Gesellschaftsspiele.

00:15:27: Und die Kinder haben das mitgemacht, ja?

00:15:30: Am Anfang war alle, haben so gesagt, mit neuen Szenen brauchst du doch dem nicht zu kommen!

00:15:34: Die machen das alle mit und sie spielen jeden Tag eine Stunde Spiele.

00:15:40: Jetzt spielt nicht jeder gern aber der nächste kocht oder geht spazieren... Also man muss sich einfach auch mal den Kindern trauen, so einen Vorschlag zum Machen und zu sagen okay wir machen jetzt einfach mal anders.

00:15:52: Ja, total schön das so zu hören.

00:15:54: Das hat mich auch ganz berührt diese Interview-Aussagen auf und den jungen Menschen.

00:15:59: Das finde ich immer wieder so schön.

00:16:01: Ich bin jetzt neulich durch München gelaufen, denn manchmal wird ja auch dieses Thema ein bisschen... Ja, verteufelt und alle Jugendlichen.

00:16:09: Es wird ja auch manchmal so ein bisschen generalisiert und dann bin ich durch den Englischen Garten gelaufen und ziehe diese ganzen jungen Menschen die dort Wolleball spielen, die dort Spaß zusammen haben... Also es ist ja da!

00:16:22: Ich sehe da auch so viel Potenzial und das finde ich immer wichtig mit diesem Blick draufzuschauen nicht nur zu sagen alle Jugendliche hängen da nur noch davor sondern wirklich auch diese Zuversicht zu haben, den Kindern das zuzutrauen dass sie das auch wirklich mitmachen was du so schön geschrieben hast.

00:16:37: Diese Haltung brauchen wir, wir tragen das ja auch ein Stück weit vor uns her diese Haltung.

00:16:42: und wenn ich in meinem Jugendlichen das schon nicht zutraue und schon sagt es würde nie funktionieren bei meinem sechzehnjährigen dann spürt natürlich der Sechzehennährige auch dass die Mama das mir sowieso nicht zu trauen und das hat ganz viel mit innerer Haltung auch zu tun was du vorher meintest oder?

00:16:58: Genau Genau.

00:16:59: Und ich meine sie brauchen einfach schon ein bisschen unsere Unterstützung und ich finde das sind wir ihnen auch schuldig, denn wir haben sie ja vor dem Handy und den Bildschirm gesetzt!

00:17:07: Wir haben ihn in einen Vertrag gekauft, wir haben ihm das Gerät gekauft.

00:17:11: vielleicht weil oder ich hoffe mal weil wir noch nicht so genau wussten was wir eigentlich da tun.

00:17:16: die alle meistens sind ja da irgendwie reingeschlittert und man merkt dann erst ein paar Jahre später was es eigentlich anrichtet.

00:17:22: wenn ich jetzt ein fünfjähriges Kind einmal vom Bildschirmparke und merke dass läuft gut ich es immer wieder, dann darf ich in Wahrheit nicht mich aufregen wenn er mit zehn Aktiv selber nach dem Bildschirm fragt.

00:17:35: Weil er das eben so gewohnt ist dass das so gemacht wird.

00:17:38: und jetzt kommen immer Eltern zu mir und sagen aber jetzt ist doch eh schon zu spät Und ich sage dann immer, nein.

00:17:44: Weißt du?

00:17:45: Wir können mit den Kindern auch drüber sprechen und wir haben uns was dazugelernt.

00:17:48: Die Erfahrung zeigt uns, dass es uns nicht gut ruht.

00:17:51: Das war uns am Anfang einfach nicht klar!

00:17:54: Genau, viele eingestehen das finde ich so wirklich zu sagen.

00:17:57: Ich habe mich da informiert und mir ist jetzt klar, dass ich dich als Mama beschützen darf zum Beispiel.

00:18:01: Ja genau.

00:18:01: Das finde ich ganz

00:18:02: wichtig.

00:18:02: Wir sind ja auch keine Maschinen die zu jeder Zeit alles richtig machen müssen.

00:18:07: Ich habe zu meinen Kindern auch gesagt, ihr habt damals mit zehn Handy bekommen.

00:18:11: Ich würde es euch heute nicht mehr geben.

00:18:13: Ich werde es euch erst mit vierzehn geben und dann haben sie ein bisschen geguckt.

00:18:17: Ja ich hab dazu gelernt!

00:18:19: Also selbst Medienzeiten dann wieder zu kürzen wenn man sagt, der Sechzehnjährige hat jetzt vielleicht drei Stunden Medienzeit Wenn ich jetzt aber weiß dass ihm das nicht gut tut Und übrigens, wenn Kinder drei Stunden am Bildschirm sind dann erhöht sich das Depressionsrisiko um einund sechzig Prozent.

00:18:38: Das müssen wir uns mal auf der Zunge zergehen lassen und wir haben viele Kinder denen es nicht gut geht.

00:18:44: Das heißt, wenn ich sowas lerne, dann möchte ich nicht mehr dass mein Kind drei Stunden im Handy ist.

00:18:51: Wenn ich ganz genau weiß, dass es einfach wirklich auch negative Auswirkungen habe.

00:18:55: Genau!

00:18:56: Und das wusste ich vielleicht vorher gar nicht.

00:18:59: Kannst du das noch mal sagen, das Studienergebnis?

00:19:02: Ja.

00:19:04: Also wenn Kinder und Jugendliche drei Stunden täglich am Handy sind erhöht sich das Depressionsrisiko um einen Sechzig Prozent.

00:19:15: Das hat der österreichische Standard gemeldet und es finde ich wirklich bedenklich Vor allem wenn man gleichzeitig weiß, dass der durchschnittliche deutsche Jugendliche sieben Stunden online ist.

00:19:26: Da sind die eigentlich alle depressionsgefährdet und wir brauchen uns nicht so richtig wundern wie vielen Kindern es echt nicht gut geht.

00:19:33: Ja und dann

00:19:33: kommt natürlich noch hinzu was machen die am Handy?

00:19:36: Also ich denke das spielt da auch noch rein.

00:19:38: Das ist immer wichtig finde ich auch bei solchen Studien da nochmal genau zu gucken um was ging's genau?

00:19:43: ja und es kann natürlich auch sein, dass ein Kind drei Stunden was sehr produktives macht was kreatives macht.

00:19:49: Im Austausch ist das wahrscheinlich das ganz anderes, als wenn das Kind einfach stupide wie du vorher sagst nichts Produktives tut.

00:19:55: Ich glaube darum geht es vor allem.

00:19:56: Wobei

00:19:57: wir mal genau hingucken machen die wenigsten Kinder sieben Stunden was produktives.

00:20:02: Also wenn die Zeiten so hoch sind dann ist immer viel Datteln mit dabei und berieseln lassen und passiv sein.

00:20:11: Wenn die ein oder zwei Stunden am Handy sind kann das funktionieren und sie können das wegstecken, dann können die einen Kinder das gut.

00:20:22: Wenn ich aber zum Beispiel ein Kind habe, der sich eh schwer tut mit der Konzentration, weil es vielleicht in Richtung ADHS oder so geht, dann braucht's noch weniger Medienzeit, weil das ist einfach nicht verarbeiten kann diese Reizüberflutung.

00:20:35: Absolut!

00:20:35: Es ist auch so wichtig nochmal auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu gucken, die dann ohnehin schon eine ganz andere genetische Dispositionen mitbringen.

00:20:42: Genau.

00:20:43: Ja, dass wir die auch in besonderem Maße da nochmal schützen.

00:20:48: Wie reagiert mein Kind auch auf diese Mediennutzung?

00:20:51: Ich finde, das ist auch immer noch ein wichtiger Punkt.

00:20:53: Dass wir genau gucken was passiert bei meinem Kind.

00:20:56: es ist vielleicht müde tagsüber wird es unkonzentriert kann sich Sachen nicht mehr merken.

00:21:00: Das ist ja bei Erwachsenen aus so dass die einfach dann auch teilweise nicht konzentrieren können weil sie einfach so viel Medienzeit haben.

00:21:08: Es ist aggressiv, wie kann es mit seinen Optionen umgehen?

00:21:11: Das ist ja eigentlich ein Anzeichen des sehr schnell passiert.

00:21:15: Also wenn ich dann zu meinem Kind sage, leg mal bitte das Handy weg und dann geht echt ein Kampf los!

00:21:20: Dann muss man hingewogen.

00:21:23: Ja total, ja es ist wichtig das auch so klar zu benennen.

00:21:26: Jetzt fragen sich ja viele Eltern Petra wann ist denn der richtige Zeitpunkt für das erste Smartphone?

00:21:31: gibt es aus deiner Sicht da überhaupt ein ideales Alt oder was sagst du dazu?

00:21:35: Also ich bin mittlerweile, habe ich gerade schon angedeutet wirklich sehr dafür vor, fit sehen kein eigenes Smartphone.

00:21:42: und wenn ein Kind Also einen längeren Schulweg hat und die Mama möchte erreichen können, dann muss man eigentlich nur falls halt so ein Tasten Handy kaufen.

00:21:52: Dass man einfach telefonieren kann aber eben kein Smartphone hat.

00:21:56: Das heißt jetzt auch nicht dass sie niemals an ein Smartphone dürfen.

00:21:59: Die dürfen mit der Oma FaceTime wenn die länger weiter weg wohnen.

00:22:03: da können sie aber das Handy der Eltern ja natürlich auch mal phasenweise nutzen.

00:22:07: Sie dürfen auch mal irgendwas gucken oder mal irgendetwas spielen.

00:22:11: Aber sie haben halt Stunden, täglich sieben Tage die Woche einen eigenen Bildschirm bei sich.

00:22:18: Das ist halt das Richtige.

00:22:19: also

00:22:19: der Hosentasche?

00:22:21: Ja und vor allem darüber entsteht ja auch dieser Suchtraum hier wenn ich zum Beispiel auf meinem Kind eine Konsolinskinderzimmer stelle.

00:22:27: Auch das ist Teil spannend.

00:22:29: mit meinen ganzen Studenten in der Akademie haben wir das Thema hoch und runter.

00:22:35: Sie haben jetzt die Konsole im Keller, wo es kalt und dunkel ist.

00:22:37: Und zack spielen die Kinder weniger!

00:22:39: Das ist total spannend.

00:22:41: Wenn ich das natürlich an den schönsten gemütlichsten Ort stelle auch das spielt zum Beispiel eine Rolle?

00:22:45: Das finde ich auch ganz spannend.

00:22:47: Klar also das kennen wir ja auch vom Fernseher früher.

00:22:50: Wobei ich jetzt denn – das muss sich vielleicht auch nochmal dazu sagen – den Fernsehern nicht mit Bildschirmzeit gleichsetzen möchte weil wenn ich einen Fernsehen ein altes gerechtem Film angucke Willi will's wissen und Tobi, Checker Tobi angucken.

00:23:07: Da ist die Dopamin-Geschichte ne andere da is eine Reizüberflutung ne ganz andere.

00:23:12: Und ich sage sogar wenn Kinder zu viel am Bildschirm sind macht doch stattdessen mal ein Familienfernseeabend weil da sitzen dann drei vier fünf Leute auf der Couch sprechen miteinander Kochen sich vielleicht, das ist was total anderes, wenn jeder alleine in seinen Bildschirm startet.

00:23:29: Ja, ein paar richtige

00:23:31: Tipps, dass auch darüber dann andere Bedürfnisse mit erfüllt werden.

00:23:35: Genau!

00:23:36: Und

00:23:37: es ist vielleicht auch ein schöner Einstieg, wenn ein Kind sagt, ich brauche das aber?

00:23:41: Okay, dann gucken wir zusammen mal einen Fernsehfilm an.

00:23:45: Du sagst in deinem Buch, wir brauchen mehr Pippys als Annikas.

00:23:49: Was hat denn dieser Satz eigentlich mit Mediennutzung zu tun?

00:23:54: Naja, das ist so.

00:23:55: Das ist mein generelles Motto.

00:23:56: also insgesamt ja wir dürfen unsere Kinder ein bisschen mehr pipi zutrauen die dürfen auch ein bisschen wilder sein die dürfen ein bisschen unterschiedlicher sein Die müssen nicht funktionieren.

00:24:07: für mich funktioniert anika auch sehr stark und ich merke es halt immer alle

00:24:13: gerade zu hören dass es nicht gegen euch gerichtet.

00:24:17: Und für mich ist es halt einfach so wie wünschen uns immer diese pipis.

00:24:20: aber wir verhalten uns als mamas um Papas ganz oft so, dass wir dann doch über vorsichtig sind.

00:24:28: einfach was zutrauen und sie rennen lassen.

00:24:31: Also Pipi braucht gar kein Handy, weil die so viel zu tun hat und so viele Erlebnisse hat, dass der bestimmt nie langweilig wird, mal ganz abgesehen von davon das ist natürlich noch keins gab ja?

00:24:41: Das heißt also da geht es auch ein Stück weit drum einfach an erfahrungsreiches Umfeld für die Kinder aufzuschaffen, dass es ihnen nicht so langweillig wird.

00:24:48: Dass es Bedürfnis nach Abenteuer, Nachgemeinschaft, Nachzugehörigkeit anderweitig erfüllt wird wie du Anfang schon beschrieben hast.

00:24:55: Ja und auch sie in ihrer Individualität zu sehen, jede Mensch ist anders.

00:25:00: Und der eine... Also ich mag zum Beispiel auch diese ganzen Diagnosen deswegen gar nicht.

00:25:04: Der eine bewegt sich halb mehr und dann sagen wir er hat ADHS.

00:25:08: aber mit dem wenn ich mit diesem Kind umgehe und guck, was braucht es denn für spezielle Geschichten oder wie kann ich ihm helfen?

00:25:15: Dann ist das einfach ein Kind, der sich mehr bewegt.

00:25:17: Und fertig!

00:25:18: Oder nicht so gut konzentrieren kann.

00:25:20: Und dann helfe ich ihnen dabei.

00:25:21: Das nächste ist vielleicht verträumt.

00:25:24: Oder das eine kann Mathe, das andere kann kochen.

00:25:27: Wir sind alles so unterschiedlich und dürfen wir uns bitte in all unseren Qualitäten und Potentialen sehen und nicht nur an dem, was zum Beispiel auch im Schulzeugnis steht.

00:25:37: Ja,

00:25:37: das ist so wichtig.

00:25:38: ja total Jetzt warst du ja.

00:25:41: seit vielen, vielen Jahren beschäftigst du dich hier mit dem Thema Medien und Lernen.

00:25:46: Und was im kindlichen Gehirn passiert wenn ständig digitale Reize zur Normalität werden?

00:25:51: Welche Folgen hat das denn wirklich ganz konkret auf Konzentrationen Motivationen und Frustrationstoleranz?

00:25:58: Wir haben es vorhin schon ein bisschen angerissen also dadurch dass ich ständig hin und her springe zwischen diesen Bildern weil das ist einfach alles schnell fällt der Fokus.

00:26:08: Dann die Motivation singt, weil das echte Lied so langweilig ist im Vergleich zu dem was ich am Bildschirm erlebe.

00:26:15: also wer möchte dann Hausaufgaben machen und fünfzehn französische Vokabeln durchkondjugieren wenn nicht stattdessen irgendwelche schnellen Reize auf meinem Bildschirmen haben kann?

00:26:25: es ist einfach so.

00:26:26: oder wer möchte auf den Berg steigen noch?

00:26:29: Also früher war das so in jeder Kurve kommt mir irgendwie gucken kommt es hoch und die Kinder sind mitgegangen heute alles sterbenslangweilig.

00:26:38: Und da müssen wir als Eltern auch ein bisschen aushalten, diese lange Weile dann müssen sie durch und drüber.

00:26:43: also das ist das was Kreativität dann auch wieder entstehen lässt Verhaltensauffälligkeiten weil der Frust so schnell kommt wenn ich das Handy nicht kriege Weil ich dann auch keine Erfolgserlebnisse vielleicht habe ist es für Kinder immer schwieriger, mit ihren Emotionen gut klarzukommen.

00:27:02: Also sind ganz viele Dinge die da mit rein spielen und die wirklich wirklich wichtig sind.

00:27:07: Und ich persönlich glaube dass das Handy auch die Ursache ist für alle Schwungschwierigkeiten und auch so für Verhaltensauffälligkeiten, die dann Familien wirklich stressen wo man dann einfach mal hingucken muss.

00:27:20: Warum?

00:27:20: Also Rutanfälle nehmen immer mehr zu und solche Dinge, da muss man einfach mal hingucken.

00:27:25: Wie lange ist denn dann wirklich

00:27:27: die Medienzeit?

00:27:27: Es kann auf jeden Fall auch eine Ursache sein!

00:27:29: Ja das stimmt.

00:27:29: Mir ist auch so aufgefallen, dass es also digitale Mediennutzung ist ein großer Faktor.

00:27:33: Auch der Schlafmagnetöch können es auch gesundheitliche Faktoren sein.

00:27:36: Das kann natürlich alles sehr mutiple Ursachen können.

00:27:40: Das sei nur ist auf jeden fall finde ich auch die digitalen Mediennitzungen.

00:27:43: Ein Aspekt den wir ja auch immer als pädagogische Fachkraft finde ich mitdenken.

00:27:49: Und die Frage, wenn ich irgendwie nicht weiterkomme weil irgendein Problem sich darstellt und sich gar nicht auflöst dann frage ich immer mal nach der Medienzeit.

00:27:59: Und je nachdem, wie die Antwort ist, dann reduziert man sie mal und schaut was passiert.

00:28:03: Ich hatte schon vor acht oder neun Jahren mal einen Fettklässler-Jungen der einfach nicht gelernt hat.

00:28:09: Wir haben die Medienzeit auf eine halbe Stunde reduziert und damit war das Coaching durch.

00:28:13: Das war schon alles, was dieses Kind gebraucht hat.

00:28:16: Da denke ich mir, wenn es so einfach ist... Also klar!

00:28:21: So einfach im Sinne von wir haben ein einfaches Mittel und so schwierig in dem Sinne von dass müssen die Eltern dann durchsetzen auch begleiten, damit es da durchgehen kann.

00:28:31: Klar!

00:28:32: Aber es ist eigentlich nicht schwierig.

00:28:34: Ja, viele Eltern ist es tatsächlich schwierig glaube ich im Alltag weil das sich eben schon so verfestigt hat und wir wissen ja selbst wie schwer es ist alte Gewohnheiten über Bord zu werfen.

00:28:45: Das geht uns Erwachsenen ja schon so und dann ist es natürlich auch schwer standhaft zu bleiben.

00:28:49: also da habe ich auch ganz viel Beratung.

00:28:51: einfach zum Thema Standhaft bleiben in der Liebe bleiben, dass wir eine liebevolle Haltung machen das braucht einfach natürlich sehr viel Kraft und deswegen empfehle ich auch immer solche Gewohnheit zu verändern wenn man die Kraft gerade aufbringen kann vielleicht anzufangen.

00:29:05: Oder wenn man selbst Urlaub hat oder sich einfach die Zeit auch dann zu nehmen, weil man weiß jetzt in dieser Verfassung kann ich das auch durchstehen und durchhalten.

00:29:14: Ja und sich einfach auch dann mal begleiten lassen.

00:29:17: Wenn es krass ist mit den Kindern, dann brauche ich einfach jemanden der mir Sagt, oh je.

00:29:22: Jetzt kam es ab und zu so ein Krach als ich das Handy wegnehmen

00:29:25: wollte.".

00:29:26: Und dann brauche ich jemanden, der sagt bitte geht trotzdem weiter?

00:29:29: Es war genau richtig!

00:29:31: Ist es zum Wohl des Kindes ja oder nein?

00:29:33: Geht's dem Kind nachher besser Ja oder

00:29:35: Nein?".

00:29:35: Und dann bleibt dabei.

00:29:37: Da brauchen die Mamas und die Papas manchmal auch echt Zuspruch weil es natürlich nicht lustig ist zu sehen dass das eigene Kind dann doch ein bisschen leiden muss wenns da durchgeht.

00:29:47: Das stimmt

00:29:48: her.

00:29:48: Ich könnte noch stundenlang mit ihr weiterspringen.

00:29:51: Ich würde dir, oder möchte euch jetzt im ganzen Herzen noch unbedingt dein Buch empfehlen.

00:29:56: Weil da gibt es noch ganz viele praktische Tipps auch.

00:29:58: Es ist ganz fundiert geschrieben nicht umsonst ein Spiegelbestseller.

00:30:01: den Link zum Buch findet ihr natürlich in den Show notes.

00:30:04: ich bin ganz dankbar dass du da warst.

00:30:06: gibt's denn eine kleine Sache einen Satz den du Eltern gerne zum Abschluss noch mitgeben möchtest

00:30:12: Ja, traut euch was zu unternehmen.

00:30:14: Habt keine Angst dass eure Kinder irgendwie ausgeschlossen werden leiden oder auch keine Angst vor dem Streit.

00:30:20: da kann man durchgehen und danach wird es alles viel leichter und wunderbar.

00:30:25: Vielen vielen Dank liebe Petra auch für dieses wertvolle Buch.

00:30:28: ja wo du die Kinder ja wahnsinnig schützt auch in die Eltern am mutigsten stärkst.

00:30:32: das ist auch so ein buch voller Empowerment und danke dass Du heute da warst.

00:30:36: Danke für deine Zeit Petra.

00:30:38: Ich

00:30:38: danke dir, die Einladung.

00:30:39: Es hat mir riesen Spaß gemacht!

00:30:41: Das

00:30:41: freut mich.

00:30:42: und da wir ja über das Thema Schule gesprochen haben es gibt gerade aktuell mein Audio eine Audioaufzeichnung zur bedürfnisorientierten Einschulung also für alle die gerade ein Kind haben dass in die Schule kommt und ihr Kind zum Schulstarten auch im ersten Schuljahr liebevoll begleiten möchten.

00:30:57: da kannst du gerne mal reinschauen.

00:30:58: es gibt grade einen Rabatt auf meine Aufzeichnungen.

00:31:01: das ist ein Impulsvertrag von zweieinhalb Stunden und ich gebe noch Antworten auf viele häufige Fragen.

00:31:07: als Grundschullehrerin gesammelt habt, damit du gut vorbereitet bist für die Schulzeit.

00:31:11: Nicht nur dein Kind sondern vor allem auch du!

00:31:14: Schau gerne rein.

00:31:14: der Link ist auch in den Show

00:31:15: Notes.

00:31:16: Bis zur nächsten Folge ihr Lieben.

00:31:18: Tschüss.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.