#151 Kontrolle loslassen in der Elternschaft

Shownotes

In dieser Folge erfährst du, wie du mit deinen “TOO MUCH” im Alltag umgehen kannst, um nicht auszubrennen. Mit Prof. Dr. Eva Asselmann spreche ich über dieses wichtige Thema.

3 Tipps aus der Folge:

Tipp 1: Beobachte deine Gedanken und erkenne Katastrophendenken sofort.

Tipp 2: Umgib dich nur noch mit Menschen, die dir Kraft schenken, anstatt sie dir zu rauben.

Tipp 3: Komm ins Fühlen und spüre echte Verbindung zu deinen Liebsten. Dadurch werden Bindungshormone ausgeschüttet, die sofort entspannen.

Eva Asselmann ist Professorin für Persönlichkeitspsychologie an der HMU in Potsdam. In ihrem Buch Too Much zeigt sie, warum gerade engagierte Eltern unter Druck geraten, alles richtig machen zu wollen – und weshalb nicht Kontrolle, sondern Selbstwirksamkeit der Schlüssel für mehr Gelassenheit im Familienalltag ist. Sie forscht zu Stress, Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsentwicklung und war zuletzt Gastwissenschaftlerin an der UCLA. Sie lebt in Berlin.

Website: https://evaasselmann.com LinkedIn: www.linkedin.com/in/prof-dr-eva-asselmann Buch: https://www.amazon.de/dp/3423264500

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Transkript anzeigen

00:00:09: Ein herzliches Willkommen zu meinem Podcast Leuchtturm sein.

00:00:14: Der Podcast für eine geborgene Kindheit!

00:00:17: Meine Vision ist es, dass Kinder durch die Begleitung ihrer Bezugspersonen ein starkes Selbstwertgefühl entwickeln und darüber zu selbstbewussten glücklichen und liebevollen Menschen heranwachsen.

00:00:29: Mein Name ist Martina Stotz und als Faktorin der Pädagogik-Wissenschaftlerin im Bereich der Entwicklungs- und Familienpsychologie sowie als Erziehungsfamilien und Paarberaterin unterstütze ich Eltern durch meine Onlinekurse und in Beratungen.

00:00:44: Ich vermitle vor allem ganz praktische und sofort umsetzbare Handlungsstrategien, die Eltern dabei helfen selbstsicher- und erziehungskompetent auf ihre Kinder zu reagieren.

00:00:56: Schau gerne auch auf meinem Instagram Profil vorbei Und wenn du möchtest, sichere dir meine E-Books für Null Euro zum Thema Gewaltfreigrenzen zeigen Kinderängste begleiten sowie Bindung und Urvertrauen.

00:01:10: Glicke einfach auf die Links in den Show Notes und hol dir die E-Books für Nulleuro.

00:01:15: Danke dass Du da bist und meine Vision unterstützt!

00:01:19: Sei dein Leuchtturm und darüber der Leuchthurm für dein Kind.

00:01:24: Hallo und herzlich willkommen, meine Lieben zu einer neuen Podcast-Folge zum Thema Kontrolle loslassen in der Elternschaft.

00:01:32: Wenn das so einfach wäre?

00:01:34: Denn wir wollen natürlich im Alltag immer wieder alles kontrollieren weil es einem auch Sicherheit gibt!

00:01:38: Und ich habe mir heute eine ganz wundervolle Expertin eingeladen zu diesem Thema.

00:01:43: Dr.

00:01:44: Eva Asselmann ist Autorin des Spiegelbestseller

00:01:48: Buches

00:01:49: Too Much heißt es warum wir Kontrolle suchen und Kraft im Los lassen finden.

00:01:53: Uns ist renommierte Psychologin und verdeutlicht eben, warum Kontrolle ein zutiefst menschliches Bedürfnis ist.

00:02:00: Und was geschieht wenn sie uns entgleitet?

00:02:04: Es geht natürlich auch in dieser Podcast-Folge darum dass Kontrolle an sich nicht schlechtes ist sondern wir sprechen auch darüber wie viel Kontrolle gut ist, warum wir kontrollieren wollen und Eva ist natürlich unsere absolute Expertin!

00:02:16: Herzlich willkommen liebe Eva im meinem Podcast.

00:02:18: ich freue mich das du da bist und stelle dich doch gerne nochmal ausreichend vor weil Du hast sicher noch viel mehr zu erzählen.

00:02:25: Hallo Martina, ich freue mich auch sehr hier zu sein!

00:02:28: Sehr cool.

00:02:29: Ich bin Psychologieprofessorin und Autorin Und befasse mich in meiner Forschung mit der Frage Wie sich unsere Persönlichkeit verändert und entwickelt im Laufe des Lebens Auch schon in der Kindheit.

00:02:42: Welche Rolle einschneiden Erfahrungen?

00:02:43: Auch Eltern dafür spielen wie sich Eltern selber verändern wie sich aber auch Kinder positiv entwickeln können.

00:02:49: Und mich interessiert vor allen Dingen die Schnittstelle zwischen Persönlichkeitsentwicklung und Stress-Herausforderungen.

00:02:56: Und davon haben wir ja aktuell im Alltag ganz, ganz viel.

00:02:59: Also diese Frage wie schaffen wir es eigentlich zuviel handlungsfähig zu bleiben?

00:03:05: Gerade in Familienalltag wo ja unheimlich viel auf uns einströmt nicht nur die privaten Anforderung sondern auch der Beruf.

00:03:13: Wir ganz oft das Gefühl haben ist es too much wie geningt es da handlungsfähig zubleiben um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

00:03:22: Auch eine ganz spannende Frage für alle Hörerinnen hier, denn ich glaube wie als Eltern kennen das alles.

00:03:28: Es ist im Grunde gefühlt jeden Tag alles zu viel.

00:03:31: Egal ob man eins zwei drei vier Kinder hat Es gibt einfach gerade mit Kindern auch so typische Herausforderungen wie die üblichen Übergänge im Alltag oder das Problem, dass man als Mutter der Vater ja eigentlich nie eine Pause hat.

00:03:45: Also es ist halt, wenn man sich ne Pause gönnt, ist mein Gedanklich jetzt doch irgendwie bei den Kindern Ja?

00:03:49: Oder man hat dann noch zusätzlich diesen wahnsinnig hohen eigenen Anspruch an sich und möchte alles richtig machen.

00:03:56: Und dann gibt's noch das Problem mit Social Media.

00:03:59: Das hat natürlich auch da ständig einem vorgegaukelt wird, dass andere Eltern sowieso immer machen und hinzukommen dann auch noch gut aus Brüche von Kindern.

00:04:07: Und das Gefühle begleiten, da hat man natürlich auch ganz häufig gerade beim Gefühlen begleitet einen Kontrollverlust.

00:04:16: Meine Frage an dich wäre jetzt gleich zu anfangen ist denn dieses too much das entsteht wirklich so dass es einfach mit den Rahmenbedingungen an sich in der Elternschaft zu tun hat?

00:04:29: oder wie schätzt du das

00:04:32: ein?

00:04:33: bettet insgesamt in den Zeitgeist, in die aktuelle Zeit.

00:04:37: Und da sind so typische Themen Beschleunigung durch das Internet jetzt auch KI ist unser Leben einfach viel, viel schneller geworden als es früher ist und dadurch auch dichter.

00:04:48: Also vorher hat man ein Brief abgeschickt, man hat ihn aufgeschrieben und dann gewartet bis man irgendwann eine Antwort postalisch bekam.

00:04:54: heute verschicken wir eine E-Mail und zack kommt direkt die Antwort Wir sind wieder gefordert Und die Digitalisierung bedeutet auch, dass Rollen verschwimmen.

00:05:03: Ich bin gleichzeitig Angestellte im Büro aber auch in der Rolle der Buchmutter.

00:05:08: dann muss ich hier wieder agieren und so weiter.

00:05:10: das erschwert es abzuschalten.

00:05:12: und dann du hast es gerade ausgesagt diese ganzen Vergleiche auf Social Media.

00:05:17: Einsamkeit ist auch ein Thema grade in der Elternschaft Dass wir uns isoliert fühlen weil wir uns einfach sehr viel für die Kinder einsetzen, aber das Gefühl haben es fehlt so diese Resonanz auch auf.

00:05:31: Augenhöhe jemand, der mal für uns da ist.

00:05:33: Und das sind alles Zeitgeistthemen die nicht nur die Eltern schafft betreffen sie aber in besonderem Maße.

00:05:39: zu trage kommen denn wenn ich ein Kind habe bedeutet dass immer auch eine massive Doppelbelastung.

00:05:44: Da ist nicht nur der Job Sondern auch die Familie.

00:05:47: Die Rollen verschwimmen noch mehr.

00:05:49: gerade Frauen fühlen sich sehr sehr verantwortlich.

00:05:51: Das ist etwas was über Jahrhunderte tradiert wurde Dass Frauen verantwortet sind Für Familie und Kinder.

00:05:59: Heute noch so selbst wenn beide Elternteile gleich arbeiten, dass Frauen das Gefühl haben sie müssen die Dinge irgendwie managen.

00:06:05: Stichwort mental load und da ist dann einfach sehr viel im Kopf Und wir wollen natürlich auch nicht Na wir wollen keine schlechten Eltern sein.

00:06:13: Elternschaft ist heute ein Projekt.

00:06:14: früher Da hatte man einfach Kinder kein Mensch dachte darüber nach und heute geht es darum Das Maximum daraus zu holen oder zumindest erscheint ist so und der Druck Ist immens.

00:06:24: also elternhaft ist eingebettet in in diese ungünstige Gesamtkonstellation und das macht es mit Unterseise herausfordernd.

00:06:31: Ja, meine Doktormutter sagt dazu immer.

00:06:33: Das ist die Intensivierung der Elternschaft über so viele Jahre.

00:06:37: früher war es einfach so das Baby kam auf die Welt.

00:06:40: und also wenn ich da zum Beispiel jetzt an meine Mutter oder so denke, die hatten einen Bauernhof, da standen die Babys irgendwo in einer Wiege Und ja oft war es sicher auch so dass sie schreien mussten.

00:06:50: und zum Glück zeigt ihr auch die Bindungstheorie inzwischen Dass es so wichtig ist Kinder auch dazu begleiten und sich nicht alleine zu lassen.

00:06:56: und allein auch diese Erkenntnisse aus der Bindungsteorie mit der Ich mich hier so viel beschäftige führen automatisch auch dazu, dass es irgendwo anstrengender wird.

00:07:04: Das heißt das ist eigentlich manchmal aus so ein kleiner Teufelskreis.

00:07:06: Wir wissen jetzt so viel über die kindliche Entwicklung und gleichzeitig löst es natürlich auch einen enormen Druck aus alles richtig machen zu wollen.

00:07:15: Kannst du das auch bestätigen?

00:07:17: Also ist es auch so ein Teil deiner Forschung, dass dieser Perfektionismus alles richtigmachen wollen.

00:07:23: Auch zum Zeitgeist

00:07:24: gehört heute ja Elternschaft ist ja auch ein Business, also es gibt sehr viele Menschen die damit Geld verdienen, Elternratgeber zu verkaufen oder auch Eltern einzureden.

00:07:35: Was sie denn alles noch brauchen und anders machen müssen, damit Sie ausreichen als Eltern?

00:07:39: Also da werden auch Ängste geschürt... Ohja!

00:07:43: Ja auf jeden Fall.

00:07:45: Und bei all diesen Informationen reizen Erwartungen fällt es vielen Eltern auch zunehmend schwer auf ihr Kopf Bauchgefühl zu hören, auf ihren Urinstinkt darauf zu vertrauen dass diese Intuition der man folgt das die ausreicht und richtig ist.

00:08:04: Danke dass du das sagst.

00:08:04: ich hatte neulich im Skrad an der Stelle einmal einhaken hat dich so einen Verkaufstraining mit einem Verkauftrainer.

00:08:11: und dann hat er gesagt Martina also du machst es ja alle schon ganz toll Du häusst die Eltern ja toll ab nur du machst denen halt überhaupt keine Angst.

00:08:17: Das sage ich ja, aber warum soll ich ihn Angst machen?

00:08:19: Weil Angst zu käufen führt.

00:08:21: Und dann ... das hat mich so schockiert, weil ich gesagt habe, es kann jetzt nicht dein Ernst sein!

00:08:25: Also du weißt schon dass ich hier ähm... das auch ethisch für treten können muss und da hab' ich gesagt unter gar keinen Umständen würde ich auf die Idee kommen Eltern Angst zu machen, weil genau das erlebe ich nämlich auch auf meiner Bindungsinsel oder in meinen Kursen, dass genau das nur nicht das Problem ist, dass von allen Seiten diese Angst zugeschürt wird.

00:08:42: Ja, und das ist halt etwas was Menschen zu kaufen antreibt, aber nicht unbedingt die Elternschaft besser macht.

00:08:51: Ja total, total!

00:08:54: Das war gerade ein ganz wichtiger Aspekt.

00:08:56: Du hattest ja auch gesagt oder in deinem Buch schreibst du das, dass wir eigentlich alle ein großes Kontrollbedürfnis

00:09:03: haben

00:09:04: und es ist grundsätzlich nicht per se was Schlechtes, sondern es ist sehr einfach nur so wenn wir zu viel kontrollieren wollen.

00:09:11: Es ist am Ende so, dass es einen wieder unter Druck setzt?

00:09:15: Genau, also wir Menschen brauchen Kontrolle dieses Gefühl ich kann mein Leben mitgestalten und lenken.

00:09:22: Wenn wir das nicht haben fühlen wir uns ausgeliefert, ohnmächtig und das macht Angst.

00:09:26: für unsere Vorfahren war das eine Bedrohung des Überlebens wenn man nicht wusste was kam weil dann konnte man sich nicht vorbereiten.

00:09:35: Weil man wusste wo das Raubtier da lauerte wo giftige Pflanzen waren.

00:09:38: dann konnte Man sich viel besser verteidigen das Überleben schützen und so ist es auch heute immer noch.

00:09:45: Wir wollen die Flut an Reizen, Erwartungen, Informationen im Alter kontrollieren und manchmal reiben wir uns daran auf denn unsere Welt ist so intensiv, so schnell, so komplex geworden dass absolute Kontrolle überhaupt nicht möglich ist und dementsprechend müssen wir loslassen, wir müssen erkennen was ist denn wirklich wichtig worauf fokussiere ich mich?

00:10:06: Und was darf ich gehen lassen?

00:10:09: Ich muss erkennen Was kann ich überhaupt steuern und was nicht?

00:10:13: Und das ist gerade im Familienalltag wichtig, denn... ...das ist eine Erfahrung die alle Eltern machen.

00:10:18: Über kurz oder dann Kinder lassen sich nicht kontrollieren oder steueren.

00:10:22: Ich kann im Familien-Alltag schwer beeinflussen wie sich mein Kind jetzt verhält Ob dass ein Topsuchsanfall bekommt.

00:10:29: Da kann mein Meeting noch so wichtig sein Das Kind interessiert es nicht.

00:10:33: Es gibt ganz viele Situationen wo ich als Elternteil akzeptieren muss das jetzt nur bedingt steuern.

00:10:42: Ich kann ruhig bleiben, ich kann die Situation annehmen aber ich kann nicht absolut denken wie mein Kind jetzt reagiert und wie die Situation weitergeht.

00:10:49: also dieses akzeptieren und loslassen ist gerade in der Erziehung im Familienalltag essentiell.

00:10:57: Genau, du sprichst was so Wichtiges an.

00:11:00: Es ist ja auch gerade bei den Gefühlen von Kindern so dass wir sie nicht kontrollieren können zum Glück nicht.

00:11:04: Ja weil Kinder zeigen ja grade auch in der bindungsorientierten Erziehung meistens sehr ungefiltert ihre Gefühle und auch gerade in diesen Momenten.

00:11:12: es ist so wichtig diese Gefühles zu akzeptieren da ja zu sagen innerlich zu sagen ich kann mein Kind jetzt nicht kontrollierend auch ganz oft wenn's ums Verhalten geht ja also ich habe auch oft natürlich Beratungen.

00:11:22: und dann sagen er denn was mache ich denn jetzt das mein Kind nicht mehr schlägt zb Und dass das eben auch immer ein längerer Weg ist und es keine so kurzfristige Lösung gibt.

00:11:33: Ich sage einmal, hör auf zu schlagen!

00:11:34: Und dann ist es so, das ist glaube ich etwas was viele Eltern erstmal ja mit diesen bedürfnisorientierten Blickwissen stehen dürfen.

00:11:42: Was ich auch so schön fand du hast auch nochmal betont, dass es gerade in der Familie so schwierig ist Dinge zu kontrollieren.

00:11:49: und lass uns das gerne noch mal von der praktischen Seite anschauen denn... Es gibt ja so viele Einflüsse.

00:11:55: Also wenn ich schon alle WhatsApp-Gruppen denke, und alles was bei mir auch gerade unbeantwortet ist in meinem Chat, fast auch teilweise mit meiner Kleinen zu tun hat... Das ist ja einfach irre!

00:12:06: Auch dass wir immer denken, wir müssten sofort antworten und sofort präsent sein und alles erledigen.

00:12:13: Das ist auch ein Riesenkontrollbedürfnis

00:12:16: absolut paradoxerweise bewirkt ist.

00:12:17: Aber das Gegenteil, wir sind dann sehr in der Reaktion reagieren reflexhaft, antworten vielleicht sofort aber verlieren unsere eigentlichen Ziele aus dem Blick.

00:12:26: und jemand, der sein Leben mittelfristig und dankfristig bewusst gestalten steuern möchte, der ja fokussiert natürlich auch auf diese eigenen Ziele Und versucht hier unter diese ganzen Reize und Inputs zu reduzieren.

00:12:43: Und da dürfen wir uns häufig sagen, ob das jetzt das E-Mail Postfach oder die die WhatsApp Gruppe ist?

00:12:48: Ich muss nicht auf alles überhaupt reagieren und auch nicht sofort.

00:12:54: gestalten und selbst wenn das ein, zwei Tage dauert ist das manchmal okay.

00:12:57: Da braucht natürlich auch wieder die Fähigkeit zu unterscheiden was es wirklich dringt.

00:13:01: Es gibt ja an Dingen da muss ich direkt reagieren und was darf warten?

00:13:05: Und diese Fähigkeiten zum Priorisieren dies der Schlüsse zu sehr vielem.

00:13:10: Okay das heißt

00:13:11: dass gerade von den Zielen gesprochen lassen sie das mal übertragen zb.

00:13:14: offene Familie mit einem bis drei Kindern.

00:13:18: Wie würde das dann aussehen konkret für die Mama, wenn sie das umsetzen möchte?

00:13:22: Mit den Zielen und dem Priorisieren.

00:13:24: Hast du da vielleicht so ein paar Gedanken zu?

00:13:27: Es kann zum Beispiel bedeuten, dass es mir wichtig ist, wenn ich Zeit mit meinen Kindern verbringe, die ja vielleicht auch begrenzt ist aufgrund von Arbeit und vielen anderen Verpflichtungen, dass ich dann wirklich im Hier-und-Jetzt sein möchte und dem Kind ganz bewusst meine Aufmerksamkeit zukommen lassen möchte.

00:13:45: Wenn ich jetzt natürlich da sitze mit dem Kind beim Spielen und die ganze Zeit aber mit WhatsApp und meinem Smartphone zugange bin, dann ist das wieder sehr zerflückt.

00:13:52: Die Aufmerksamkeit und das Kind merkt es natürlich auch, dass Mama oder Papa gerade irgendwie nicht da ist sondern andere Dinge zu tun hat.

00:14:01: Ja und das ist häufig diese Entscheidung was ist jetzt gerade im Fokus?

00:14:06: Und auch diese Erlaubnis sich zu sagen Ich musste jetzt nicht sofort reagieren und es ist okay, dass meine Aufmerksamkeit jetzt hier bei dieser einen Sache liegt.

00:14:18: Weil ironischerweise wenn wir alle gleichzeitig gerecht werden wollen, werden wir meistens niemandem gerecht weder dem Kind noch den Leuten die irgendwelche E-Mail schreiben.

00:14:27: mal die Reaktion ja auch manchmal irgendwie... Unpassend dann sind.

00:14:34: Genau, zumindest ist es so dass man selbst dabei ausbrennt.

00:14:37: also das Beispiel jetzt gerade nennens genau Das hatte ich mir jetzt versprochen mit meiner Kleinen und Merkitz da ich wieder angefangen habe zu arbeiten.

00:14:44: sie ist jetzt elf Wochen alt Und im Partnern teilen uns das eben wirklich.

00:14:48: fünftig-fünfzig was schon gesagt.

00:14:49: ja Ja das ist dann trotzdem nicht fünfzig-fünftig weil wir Frauen ja über Generationen hinweg gelernt haben und trotzdem für alles verantwortlich ist.

00:14:57: auch ein bisschen so, als ich merke richtig da darf ich sehr mit mir arbeiten.

00:15:00: Und was ich zum Beispiel mache es morgens wenn er und auch natürlich Nachmittag sei kommt immer erst um vier fünf aus der Arbeit und dann versuche ich ganz bewusst eben nicht zu arbeiten.

00:15:11: Wirklich nur dann also mir nichts vorzunehmen.

00:15:12: wirklich nur dann wenn sie zb in der Trage schläft und ich irgendwie mit hochgestellten schreibt es denn doch ein paar E-Mails beantworten kann.

00:15:18: ja also wenn sich das ergibt ist es gut.

00:15:20: nur Ich habe mir diesen Anspruch von den Schultern genommen.

00:15:23: ich muss in dieser Zeit etwas tun Und wenn es möglich ist, dann freue ich mich jedes Mal.

00:15:28: Ich habe zum Beispiel auch schon mal eine Podcast-Folge mit ihr in der Trage aufgenommen, weil sie einfach tief und fest geschlafen hat.

00:15:33: Nur das ist eben nicht dieses ... Ich muss es dann!

00:15:37: Wenn's klappt, ist okay.

00:15:38: aber wenn nicht oder z.B.

00:15:39: auch wenn ich irgendwo hin muss oder einen Termin hab... Dann ist es ja immer dieses ...Ich muss pünktlich sein, ich muss alles kontrollieren.

00:15:46: Da habe ich jetzt angefangen, mir innerlich gerade bei engen Freunden sozusagen zu sagen.

00:15:51: Ich kann da jetzt am Mittwoch zum Beispiel treffen wir uns um neununddreißig.

00:15:54: Ich sage dir dann, wenn wir losgehen?

00:15:56: Weil es kann genauso halt zehn Uhr werden oder so und das sind für mich so Strategien.

00:16:00: Da hab' ich meine Priorität Bindung zu meiner Tochter und versuche zumindest darüber, dass dann auch so zu erfüllen und zu priorisieren.

00:16:07: Ich glaube natürlich auch nicht immer ja.

00:16:09: Es kommt auch ein bisschen auf mein Schlafmangel an und Ja, das kann ich wirklich bestätigen, dass das einem wahnsinnig diesen zurücknimmt.

00:16:16: Und da gebe ich ja auch eigentlich Kontrolle ab, oder?

00:16:20: Genau und du sagst auch gerade es klappt nicht immer.

00:16:22: das ist auch wichtig.

00:16:23: die Intention zählt und gerade wenn wir das ausprobieren merken wir hoffentlich es klappt irgendwie nicht und Ich bin doch wieder bei WhatsApp und ich bin abgelenkt und irgendwie kann es als nicht so durchsetzen.

00:16:33: und anstatt sich dann noch weiter fertig zu machen und noch mehr Energie zu rauben hilft es sehr sich selbst ein liebevoller Begleiter zu sein und zu sagen, ich gebe mein Bestes.

00:16:44: Ich erkenne das so.

00:16:45: dass sind die ersten Schritte aber es klappt eben nicht immer und ich darf es immer wieder versuchen.

00:16:50: also diese liebevolle Haltung sich selbst gegenüber aufrechterhalten ist ganz wichtig in einem stressigen Alltag wo wir uns sehr aufreiben an all den To-dos Rückschläge einplanen.

00:17:00: auch das ist ganz normal wenn ich versuche was neues umzusetzen.

00:17:03: Es klappt nicht wie am Schnürchen von Anfang an Und der erste Schritt ist immer das Erkennen.

00:17:09: Häufig ist schon ganz viel getan, wenn ich merke auf dem Spielplatz.

00:17:13: Moment mal!

00:17:14: Ich bin jetzt aber irgendwie immer wieder mit meinen Gedanken woanders und abgelenkt und dann kurz inne zu halten das zu registrieren damit ist der Weg zur Veränderung schon geeignet Okay.

00:17:23: Ja,

00:17:24: ich hatte zum Beispiel neulich einen Arztbesuch also halt Kinderarztbesuche und dachte dann ja es reicht alles noch locker und so und war dann aber wirklich gefühlt schau ich auf die Uhr hab sie noch gestitten zwar einfach viel zu spät und da dachte ich mir toll.

00:17:36: Also das war dann auch so ein Moment von Kontrollverlust.

00:17:38: Ich möchte gerne pünktlich sein ich möchte auch nicht mit der Zeit von Ärzten irgendwie spielen Und dann habe ich einfach angerufen und gesagt ja also ich bin jetzt viel zu Spät dran Dann haben mich so liebevoll reagiert.

00:17:47: auch das ist dann finde ich total schön manchmal zu spüren Auch wenn man manchmal Kontrolle abgeht, das uns dann bestes gibt.

00:17:54: Wie gesagt man muss man sich auch kontrollieren dass es trotzdem eine positive Reaktion gibt von gegenüber.

00:18:00: Das finde ich auch total schön.

00:18:02: Das darf man sich vielleicht auch manchmal erlauben da manchmal einfach kurz zu erklären das so bedauern dass man zu spät ist und dann ja an der Stelle hoffentlich auch positive Erfahrungen machen.

00:18:12: Total!

00:18:13: Und da klammern wir uns häufig an die negativen Erfahrungen weil nicht jeder reagiert natürlich positiv.

00:18:18: Es gibt auch negative.

00:18:19: gerade das negative Beiß sich sehr fest in unserem Gedächtnis, weil wir Menschen einen Fokus auf Negatives haben.

00:18:26: Aber ich finde es auch mal ganz kraftvoll im Alltag wirklich mal auf die Leute zu achten, die sehr positiv sind verständnisvoll und unterstützend.

00:18:35: einfach so nett und hilfsbereit im Alltag, weil da gibt's ganz viele von, die ja aber häufig aus dem Blick verlieren.

00:18:42: und wenn wir das... So wahrnehmen im Alltag, finde ich, passiert da ganz viel Positives.

00:18:46: Ich hatte neulich mal den Fall.

00:18:47: Ich war irgendwie einkaufen und dann ist mir meine Tragetüte gerissen und alle Lebensmittel lang auf dem Boden.

00:18:52: Dann kam jemand an und hat mir so eine richtig hochwertige Tüte geschenkt und das alles eingesammelt und da reingetan.

00:18:58: Und das war auch so... schöne Erfahrungen, so wie viele Menschen es gibt.

00:19:03: Obwohl sie selber eher nichts davon haben die einem helfen und diese Hilfsbereitschaft gibt's einfach bei ganz vielen Menschen.

00:19:10: Klar es gibt Idioten über die kann man sich aufregen aber die allermeisten Menschen sind sehr unterstützend auch wenn wir uns den öffnen.

00:19:17: Das heißt, wenn wir Kontrolle abgeben und mehr loslassen, machen wir in Zeit für sogar schöne Erfahrungen.

00:19:23: Und ich glaube viele trauen sich Kontrolle nicht abzugeben oder auch nicht loszulassen weil sie Angst haben oder?

00:19:29: Ja

00:19:29: total!

00:19:30: Uns macht das um Angst, weil wir dann gar nicht wissen was passiert.

00:19:33: Viele haben auch Horror-Szenarien im Kopf.

00:19:35: Was passiert jetzt, wenn ich mein Workload nicht mehr gerecht werde?

00:19:38: vielleicht verliert ich dann den Job Ich kann meine Wohnung nicht mehr bezahlen usw.

00:19:42: Katastrophenszenarie die sich aufbauen Und da gibt es auch verschiedene Strategien damit umzugehen.

00:19:48: Einmal kann ich so Szenarien zu Ende denken, mir überlegen ist das realistisch?

00:19:52: und selbst wenn das ja eintreten würde hätte ich nicht dann immer noch Handlungsspielraum.

00:19:57: was würde ich tun wenn der Worst Case eintritt?

00:19:59: weil oft sind das ja nur so ganz diffuse Gedankenwolken in unserem Kopf die wir gar nicht zur ende denken.

00:20:06: und dann merken wir zum einen erstens wäre das gar nicht das Ende von allem, sondern ich hätte immer noch Chancen etwas zu tun und zum zweiten ist es einfach mega unrealistisch dass der Worst Case eintritt.

00:20:17: Also ich würde mich fragen stellen was passiert im schlimmsten Fall wenn ich jetzt die Kontrolle abgebe oder wenn mein Kind zum Beispiel jetzt wenn ich meinen Kind nicht kontrollieren kann wenn er schlägt?

00:20:26: Oder wenn ich meine Kinder nicht durch diese Gepätsausbruch wenn dann nicht sofort aufhört?

00:20:31: Das sind immer so die Fragen Was passiert im Schlimmsten Falle?

00:20:34: Ja,

00:20:35: es hört irgendwann auf.

00:20:36: Das ist hilfreich dieser Gedanke!

00:20:38: Und ich kann das auch im kleinen Verhaltensexperimenten umsetzen, dass sich mal Versuche in so Mikromomenten des Alltags die Kontrolle abzugeben da nicht einzulenken und dann zu schauen was passiert?

00:20:49: Und wirklich erstmal in einer Situation, die für mich nur so Mittel wichtig oder weniger wichtig ist... ...das sind oft so Mini-Verhaltensextremente wo wir die dann die Erfahrung machen können Mensch, es läuft auch wunderbar und in den allermeisten Fällen passiert nichts oder die Situation endet positiv.

00:21:07: Und der Worst Case nehmen wir die ganze Zeit befürchten, der tritt überhaupt nicht ein.

00:21:11: Und so kann ich mich in ganz kleinen Schritten herantasten dass sich etwas gelassener und weniger kontrollierend im Alltag bin.

00:21:20: Ach total spannend

00:21:21: ja!

00:21:22: Also selbst wenn er eher eine verpeilte Person so'n bisschen, also nicht immer im Job nur im Privatleben bin ich schon eher so die verpeillte

00:21:29: Person.

00:21:30: Und ich bin zum Beispiel alle, die jeden Tag hundertmal der Handy sucht und dann da liegt er wieder ein bisschen und find's nicht.

00:21:37: Was ich aber total spannend finde ist seitdem die kleine Maus bei mir ist... ...bei ihr bin ich in keinster Weise verpeilt!

00:21:44: Kannst du mir das psychologisch erklären?

00:21:47: Da bin ich eher schonfach

00:21:49: wieder

00:21:49: in Richtung kontrollierend.

00:21:52: Ja, das hat häufig was mit der... Prioritätensetzung zu tun, was ja auch gesagt du bist im Job nicht verpalt weil dir der Job wichtig ist.

00:22:02: Dein Kind ist ja auch wichtig und da sind wir dann eben häufig fokussierter.

00:22:06: Und wenn wir so mit uns sind im Alltag, mir geht das übrigens aus wie ein Megaverpalt im Privat.

00:22:11: Das ist ja häufig so der Raum wo wir dann versuchen das Pendant zu setzen also... irgendwie so den Kontrast, dass wir da jetzt mal die Kontrolle abgeben.

00:22:21: Ich bin zum Beispiel auch manchmal mega chaotisch und denke mir so Gott dieses Chaos hier es müsste überhaupt nicht sein.

00:22:26: und ich glaube das ist so dieser Wunsch.

00:22:30: Wir funktionieren ja häufig am Job und dann wollen wir halt einen Raum haben wo wir nicht funktionieren und wo es einfach so sein darf.

00:22:37: und daran sehen wir aber auch eine gewisse Grundordnung ist manchmal ganz hilfreich um zu verhindern, dass noch mehr Stress entsteht.

00:22:45: Also Kontrolle ist nicht per se schlecht.

00:22:48: so ein Grundmaß an Kontrolle hilft uns auch den Alltag in Anführungszeichen im Griff zu haben das jetzt nicht permanent Chaos und Stress entstehen.

00:22:57: wenn nur dir zum Beispiel jetzt uneignest dass du dein Schlüssel immer Ablage lässt, dann ist das irgendwann eine eingeschlüpfende Gewohnheit die dir hilft dieses ganze Suchkaus irgendwie zu vermeiden und es ist natürlich total hilfreich und da ist nichts gegen einzuwenden.

00:23:12: Und problematisch wird Kontrolle erst dann wenn sie sehr übertrieben ist und uns Flexibilität Beweglichkeit im Alltag nimmt

00:23:21: Okay, und wahrscheinlich auch wenn sich das auf die Beziehungen auswirkt oder?

00:23:25: Also ich bin ja der Verzeugung dass dieses Los lassen gerade auch was die Entwickler bis begleitend von Kindern angeht.

00:23:32: Dass es essentiell eigentlich ist für Bindungsfähigkeit.

00:23:35: würdest du das so bestätigen?

00:23:38: Absolut da liegt ja auch ganz viel Vertrauen drin nicht nur beim Kind sondern auch in einer Partnerschaft.

00:23:42: Ich kann dem ja nicht alles vordecktieren meinem Partner irgendwie auch Vertrauen.

00:23:47: Wäre so cool, wenn man es könnte!

00:23:52: Wir meinen ja häufig nur wir wissen wie's geht und unser Weg ist der richtige und andere Menschen haben eben einfach andere Überlebensstrategien, andere Herangehensweisen.

00:24:03: uns klappt häufig auch und das ist eine ganz tolle Erfahrung, wenn sich damals ein bisschen darauf einlässt Und ähnlich auch bei einem Kind.

00:24:10: Das Kind ist natürlich in einem ganz anderen Stadium Es hat auch nicht unbedingt unsere Persönlichkeit.

00:24:16: Das ist ja häufig auch so ein Ding, dass wir in einem Kind unser uns selbst sehen, das kleine Projekt und dass wir alles hineinproizieren was wir vielleicht in unserem Leben nicht so realisieren konnten wie wir es gerne gehabt hätten.

00:24:29: Und das Kind in seiner Einzigartigkeit anzuerkennen, das ist vielleicht auch in gewissen Teilen anders als wir.

00:24:37: auch wenn uns das schwerfällt hilft ganz... ganz viel.

00:24:41: und dieses Ohrvertrauen überträgt sich natürlich auch auf das Kind.

00:24:45: Ja, dieses eigentlich loslassen von irgendwelchen Wünschen oder Projektionen mit den eigenen Themen zusammenhängen – das ist auch immer total spannend!

00:24:55: Was glaubst du?

00:24:58: Was Faktoren sind in der eigenen Kindheit?

00:25:01: Dass man sehr kontrollierend wird als Mutter- oder Vater.

00:25:04: Es gibt ja Eltern die sehr kontrollierend sind und schwer los lassen können.

00:25:09: Was ist da passiert?

00:25:10: Was glaubst du?

00:25:12: Häufig sind das Ähnlichkeitseffekte, dass wir das von zu Hause aus auch kennen.

00:25:16: Dass unsere Eltern auch sehr kontrollierend waren und wir das so übernehmen.

00:25:19: Manchmal aber auch Kontrast-Effekte.

00:25:21: Das ist vielleicht bei uns zuhause früher sehr, sehr chaotisch war.

00:25:24: Und wir uns denken ich möchte es auf jeden Fall anders machen und dann ein bisschen übers Maß hinaus schlagen

00:25:33: Das beobachte ich auch.

00:25:34: Das ist dann manchmal diese Entweder, diese Überkompensation hier so nach dem Motor... Ich hatte zu wenig Fürsorge weil oft wird ja auch dieses wenn man selber mit wenig Fürssorge aufgewachsen ist und die Eltern früher viel losgelassen haben das umsonst würde es ja auch dann teilweise Zufrieden muss lassen.

00:25:53: Und dann hat den Eltern die Fürsage gefehlt und sie möchten jetzt für einen Kind anders machen und viel Sicherheit schicken.

00:25:59: Ganz häufig ist es die eigene Angst und Unsicherheit, die dazu führt dass wir kontrollieren.

00:26:03: Dass wir überbehüten weil wir unser Kind beschützen wollen.

00:26:07: damit verursachen wir aber häufig das Gegenteil.

00:26:11: Kinder brauchen ja auch die Chance sich selbst auszuprobieren Die Erfahrung zu machen dass sie selbst bürgsam sind in der Welt dass Sie selbst mit Herausforderungen mit Problemen umgehen können Und da unterstützen mir Kinder am besten wenn wir zur Seite sind uns aber erst mal im Hintergrund halten, damit das Kind selbst ausprobieren kann.

00:26:30: Und wenn wir jetzt reflexhaft jedes Hindernis aus dem Weg räumen, damit es das Kind besser und leichter hat, nehmen wir dem Kind erstens die Chance um die eigene Problemlösung kennen, die eigene problemlöse Kompetenz und die Wirksamkeit zu trainieren und indirekt signalisieren wir auch Die Welt ist verdammt gefährlich.

00:26:49: Ich muss hier alles für dich managen, sonst kommst du alleine nicht zurecht und das ist natürlich ein schlechtes Signal was die Entwicklung eher behindert.

00:26:57: Ja auf jeden Fall!

00:26:59: Es ist ja auch für die Autonomieentwicklung dann total einschränkend.

00:27:02: und gerade in der Bindungstheorie gibt es ja diesen Kreis der Sicherheit wo immer wieder auch deutlich wird wenn ein Kind sich sicher fühlt dann möchte es unbedingt auch alles selbst erfahren und ausprobieren und es braucht halt einfach einmal nur diesen sicheren Hafen wo sie da zurückkommen kann.

00:27:18: Ich hätte noch eine weitere Frage.

00:27:20: Wie können denn Eltern lernen, loszulassen ohne sofort Schuldgefühle zu entwickeln?

00:27:25: Denn viele Eltern glauben schon auch dass sie nicht gut genug sind.

00:27:29: Weißt du das?

00:27:29: Sie gar nicht richtig auf ihr Kind aufpassen wenn sie Kontrolle loslassen?

00:27:35: Ja der wichtigste Punkt ist sich das selbst erstmal klar zu machen, dass dieses Loslassen eigentlich positiv ist und nicht negativ und diese Schuldgefühl eigentlich auch auf einem Fehlschluss beruht Weil das sind ja so grundsätzliche Glaubenssätze, die wir da mit uns herum tragen und die dürfen wir aufbrechen indem wir sie hinterfragen.

00:27:53: Ist das denn wirklich so wie mir das gerade erscheint?

00:27:58: Ja!

00:27:59: Das heißt

00:27:59: erstmal dieses Erkennen und dann Schritt für Schritt vorgehen.

00:28:03: Genau es ist ja auch kein Loslassen im Sinne von du bist mit Scheiß egal und ich fokussiere mich jetzt hier auf meine eigene Nebenesprojekte sondern geht ja darum dem Kind ein Stück... Freiheit auch zu schenken und einen gelassenen entspannten Familienalltag gemeinsam zu erschaffen.

00:28:23: Das ist auch ein ganz wichtiger Faktor, Kinder brauchen keine perfekten Eltern sondern Eltern die ja auch so ein bisschen in sich ruhen und eine Grundgelassenheit mit sich bringen.

00:28:32: und die kann ich viel eher entwickeln wenn ich es mir erlaube loszulassen als wenn ich alles kampfhaft festhalte.

00:28:40: Ja, wir können das ja mal wirklich jetzt ganz praxisnah nochmal formulieren für den Familienalltag was dann Kontrolle loslassen auch so bedeuten kann.

00:28:47: Also ich habe da einfach so im Kopf dass es zum Beispiel auch auf dem Spielplatz vielleicht auch manchmal bedeutet nicht jedes Sekunde auf das Kind zu starren oder jeder Zeit an seiner Seite zu sein oder auch immer zu ermutigen Dinge selbst zu machen dem Kind was zuzutrauen oder vielleicht auch den Partner was zu zutrauen.

00:29:06: Vielleicht magst du noch ergänzen, was dir so einfällt?

00:29:08: Was konkret loslassen im Familienalltag bedeuten könnte?

00:29:14: Vor allen Dingen auch was Planung betrifft.

00:29:16: häufig haben wir einen Plan für die Woche oder für den Tag und es kommt dann am Ende doch alles ganz anders weil das Kind irgendwie gerade pockig ist oder fiebert oder wie auch immer.

00:29:25: ganz viele Dinge von Kindern lassen sich eben nicht steuern Und sich da zu sagen, es ist okay dass das jetzt so ist anstatt sich innerlich aufzureiben.

00:29:36: Am besten auch schon mit einbeziehen in die Planung, dass ich genügend Puffer und Spielraum mit einbaue um dann entsprechend gelassen und flexibel reagieren zu können.

00:29:47: Du hattest vorher gesagt, das sind ja auch Glaubenssätze, die uns dazu anleiten, dass wir alles kontrollieren wollen?

00:29:53: Was sind das denn für Glauben-Sätze?

00:29:58: Zum Beispiel Ich muss alles im Griff haben Oder ich bin verantwortlich dafür, dass es meiner Familie gut geht.

00:30:04: Das erschafft ja eine unheimliche Last solche Dinge.

00:30:08: oder Ich bin nur liebenswert wenn nicht perfekt bin.

00:30:13: Aber ich bin nicht gut genug.

00:30:14: auch das ist glaube ich bei vielen Ja.

00:30:16: genau der

00:30:16: eigene Kind hat daraus so entstanden.

00:30:21: Also diese Perfektionsansprüche an sich selbst.

00:30:24: Ich muss irgendwie perfekt sein.

00:30:25: Ich darf mir keinen Fehler erlauben.

00:30:27: Perfekcionismus ist auch häufig Ja, eine Bewertigungsstrategie.

00:30:32: Ich möchte einfach vermeiden dass ich mich irgendwie angreifbar mache und ein perfektes Schutzschild aufbauen was aber sehr sehr sehr viele Kräfte bei Anspruch ohne das es groß hilft.

00:30:46: Ja, das kenne ich auch.

00:30:46: Das hat auch oft mit der Angst vor Ablehnung zu tun also dieser Perfektionismus.

00:30:51: Ich weiß nicht ob du es auch bestätigen würdest.

00:30:53: ihr lebt einfach ganz viele Eltern die versuchen alles perfekt zu machen um gemocht zu werden, um akzeptiert zu werden und da versteckt sich ja auch wieder dieses Bedürfnis nach Zugehörigkeit dahinter dass man einfach gerne dazu gehören möchte geliebt werden möchte.

00:31:06: dieses große Grundbedürfnes geliebten und angenommen zu werden ist auch so nachvollziehbar.

00:31:12: Ja

00:31:13: total Ja, umso mehr hilft es das zu hinterfragen.

00:31:18: Weil viele von uns glauben dass das alles konditional ist also dass ich nur dann geliebt werde wenn nicht etwas ganz bestimmtes leiste.

00:31:30: ja weil wir das aufbrechen werden viel freier und viel flexibler.

00:31:35: und der erste punkt ist meistens so die selbstannahme sich selbst zu akzeptieren mit allen stärken aber auch schwächen das erst mal anzunehmen und sich selbst liebevoll zu begleiten gerade in den Phasen, wo es nicht rund läuft.

00:31:48: Weil dieses Konditionale hat vor allem das Problem... Wir brauchen ja eigentlich so eine Selbstliebe und Selbstakzeptanz

00:31:57: v.a.,

00:31:57: in den phasen wo's nicht rundläuft nach einer Absage nach dem Scheitern.

00:32:02: Und wenn unser Selbstwert aber so sehr an den Erfolg gekoppelt ist bedeutet dass gleichzeitig, dass wir in solchen Krisenphasen uns selbst eventuell ablehnen verachten und das dann alles noch viel schmerzhafter wird kontinuelles Selbstmitgefühl aufbauen können, was unabhängig ist von äußeren Erfolgen.

00:32:20: Gelingt es uns viel eher, uns aus so Krisenphasen wieder heraus zu manövrieren?

00:32:27: Und auch dadurch, dass das Kind wieder da zu sein.

00:32:31: Das ist ja die Basis dafür.

00:32:33: Ich habe hier die Bindungsinsel IFA wo ich Eltern wirklich alle zwei Wochen in Leiß

00:32:38: begleite und da

00:32:39: es total spannend zu sehen weil da geht's wirklich hauptsächlich um Selbstregulationen, um Selbstmitgefühl wenn man viel innere Kinder baut und es geht wirklich eigentlich ständig darum.

00:32:48: und das Spannende ist, dass auch Eltern die jetzt schon ein, zwei Jahre auf der Insel sind sagen, Unfassbar, was du es einfach mit ihnen selbst natürlich auch mit den Kindern gemacht hat.

00:32:58: Weil darüber so viel mehr tiefe Beziehungen entstehen kann und das hat er dann eigentlich ganz viel mit loslassen zu tun.

00:33:04: Das, was Du alles gerade so schön beschrieben hast – ganz, ganz spannend!

00:33:08: Und sie

00:33:09: glauben ja auf sich das.

00:33:11: Wir glauben ja häufig auch wir müssen uns aufopfern für das Kind und selbst immer hinten anstellen.

00:33:16: Klar ist praktisch in vielen Situationen im Alltag so dass es darum geht sich auch hinten anzustellen.

00:33:23: Nichtsdestotrotz, so eine grundsätzliche Selbstfürsorge.

00:33:28: Sich um sich selbst sorgen und auch in der Balance zu bleiben kommt einem Kind unheimlich zugute weil das ja auch merkt ob das Elternteil entspannt oder gestresst ist

00:33:38: Und das lernt ja auch noch zusätzlich am Vorbild.

00:33:41: Also merkt, es ist total wichtig sich um sich auch zu kümmern und erfährt schon ganz früh auch andere Menschen haben auch Bedürfnisse.

00:33:47: Das ist ja auch eine ganz wichtige Kompetenz.

00:33:50: Eine sozial kompetenz, eine emotionale Kompetenz.

00:33:52: Das finde ich einen ganz wichtigen Aspekt den du da genannt hast.

00:33:55: Ja!

00:33:56: Das heißt dein Buch hier Too Much.

00:33:59: Magst du nochmal erzählen?

00:34:00: Das fand ich jetzt einfach so total spannend wie du überhaupt auf den Titel gekommen bist was das mit Kontrolle zu tun hat.

00:34:08: Too much im Sinne von, dass gerade ganz viele Kräfte auf uns einwirken die zu viel sind.

00:34:13: Viele fragen mich warum sind wir denn heute so gestresst?

00:34:16: und es ist nicht ein Faktor sondern das sind ganz viele verschiedene Faktoren die da zusammen kommen Und das Buch hat drei Teile.

00:34:23: Im ersten Tag geht es um diese einzelnen Faktorn zum Beispiel das Tempo Die Reizflut Selbstoptimierung Entscheidungsdruck Dass wir gar nicht mehr wissen wohin wir uns eigentlich orientieren sollen Einsamkeit sehr auf den ersten Blick unterschiedlicher Phänomene, wie aber alle.

00:34:40: zu einer Konsequenz führen, nämlich diesen Gefühl von Kontrollverlust.

00:34:44: Es wächst mir über den Kopf ich bin nicht mehr her der Lage und das beschreibe ich... Was auch die

00:34:49: Selbstoptimierung mit drin ist finde ich in Teil eins auch total spannend.

00:34:52: dieses Warum wir nie genug sind heißt ja das Kapitel und das erlebe ich eben auch dass gerade auch Eltern schafft so eine Selbstoptimerung.

00:35:00: inzwischen ist und ich da immer versuche gegenzustrehen mit meinen Kursen und meiner Bündungsinsel und es ist auch genau das was der Verkaufs Ich nenne ihn jetzt Verkaufscoach, genau.

00:35:12: Meint ihr?

00:35:13: So nach dem Motto, du musst Angst machen, weil die Leute wollen sich ja alle selbst optimieren heute.

00:35:18: Ja krasser Code.

00:35:19: Das ist halt so ein Ding, weil wir kennen ja ganz viele Mormfluencer, die alle in ihren weißen Leinen oberteilen perfekt und das ist natürlich eine Scheinwelt und viele von uns wissen das aber es kommt halt schwer an unser Gehirn trotzdem diese ganzen Bilder ja den ganzen Tag bekommt und wir dann eher denken, wir genügen nicht, wir reichen nicht aus.

00:35:43: Und das machst du in Teil eins da, sagst du für Klarheit?

00:35:46: In Teil zwei,

00:35:47: d.h.,

00:35:47: an zwischen Chaos und Kontrolle heißt es Kapitel auf der Suche nach Halsch, vielleicht magste dir auch noch was zu sagen.

00:35:53: Genau, da beschreibe ich so ein bisschen, was Alters eigentlich mit uns macht, mit unserer Psyche unserem Befinden dass wir einfach das Gefühl haben Wir verlieren die Kontrolle und darauf mit ganz unterschiedlichen Dingen reagieren.

00:36:05: Einige Menschen machen sich exzessiv Sorgen, dann gibt es Menschen die versuchen auszuweichen mit Tabletten, Medikamenten drogen wie auch immer.

00:36:13: es gibt aber auch Menschen die irgendwann sagen warum eigentlich noch?

00:36:16: Warum streng ich mich überhaupt noch an und dann resigniert sie liegen bleiben und gar nichts mehr tun.

00:36:21: Ich gehe da so ein bisschen auf die gesellschaftliche Perspektive ein weil das Konsequenz nicht nur für einzelne sondern auch für Gesellschaften wenn viele Menschen sich aufreiben und irgendwann resignieren, weil denkensselthaftliche Zusammenhalt darunter natürlich auch leidet.

00:36:35: Und in Teil drei des Buches gebe ich konkrete Impulse mit an die Hand wie gelingt es den handlungsfähig zu bleiben im Zufil?

00:36:45: Also wie können wir unsere Selbstwirksamkeit im Alltag Schritt für Schritt stärken über sechs Wochen hinweg?

00:36:52: das ist so ein Programm was ich da erkläre was ich entwickelt habe zusammen der Charité für junge Erwachsene, um wirksam zu bleiben in dieser sehr chaotischen herausfordernden Welt.

00:37:06: Und da geht es ganz stark um das Prioritätensetzen wahrscheinlich oder auch

00:37:10: um Ziele

00:37:10: festzulegen?

00:37:11: Wie kann man sich das sechs Wochen Programm vorstellen, vielleicht gleich zu erzählen?

00:37:15: Ja im Sechs-Wochen-Programm geht vor allen Dingen um die Selbstwirksamkeit also die Überzeugung ich bin handlungsfähig, auch wenn nicht alles steuern kann.

00:37:24: Und da wissen wir aus der Forschung, dass das vor allen Dingen vier Quellen sind durch die sich die Selbstwirksamkeit speist.

00:37:30: Die aller-allerwichtigste Quelle ist die eigene Erfahrung also im Alltag die Erfahrung zu machen ich bin wirksam Ich schaffe etwas und dann können wir einmal schauen was haben wir in unserem Leben überhaupt schon geschafft?

00:37:41: Was sind so grundlegende Stärken Kompetenzen Herausforderungen, die wir schon bewältigt haben?

00:37:47: Wir können uns aber auch ganz kleine Schritte vornehmen, die wird dann gehen ohne uns zu überfordern im Alltag die wir umsetzen und diese Mikroerfahrung speisen letzten Endes dieses Gefühl, ich bin wirksam.

00:38:00: Zwei weitere Quellen da geht es vor allen Dingen um soziale Beziehungen.

00:38:05: das sind einmal Role Models.

00:38:06: Menschen an denen nicht mich orientieren kann die Dinge vielleicht schon besonders gut machen.

00:38:10: Da könnte ich mich zum Beispiel als Elternteil Ja, mal fokussieren auf jemanden der sich vielleicht nicht im Selbstoptimierungswahn verliert sondern relativ entspannt und gelassen ist.

00:38:21: Und auch seine Intuition vertraut im Familienalltag.

00:38:25: Das ist ein lustiges Beispiel weil ich fühle jetzt in der Expertenwelt Eva Da habe ich jetzt meine Tochter bekommen und natürlich ist es so ein bisschen, gerade auch in der Familie, all eyes on me.

00:38:36: Wie macht Martina das jetzt?

00:38:38: So ungefähr mit dem Wissen!

00:38:39: Und ich hab total gemerkt wie gut mir das tut mich einfach mit meinen Freundinnen zu unterhalten die gar keine Expertinnen sind weil ich bin natürlich auch ein Geben von vielen Expertinnen und habe natürlich darüber gleich meine Liste an ganz vielen Dingen, die ich nicht machen darf oder die ich falsch machen kann.

00:38:54: Und so geht es mir natürlich auch jetzt selber als Spinnungs-Expertin, dass sich viele Dinge auch weiß und merkt einfach was ist es balsam für die Seele?

00:39:01: Einfach im Austausch mit Mamas oder engen Freundinnen zu sein, die aus sich heraus auch bindungsorientiert agieren das ist genau das was du beschreibst.

00:39:09: Ja Total.

00:39:11: Also sich wirklich mit Menschen auf Augenhöhe vergleichen, es geht auch nicht um irgendwelche Stars, Menschen die ganz weit weg sind von uns selbst sondern Menschen wie du und ich wo wir sagen würden mit denen identifiziere ich mich.

00:39:22: Ich bin das so auf dem selben Level.

00:39:24: Und eine weitere Quelle?

00:39:26: Jetzt habe ich dich unterbrochen deswegen nehme ich den Faden wieder auf!

00:39:29: Genau ne dritte ganz wichtige Quelle ist so die soziale Unterstützung, dass ich Menschen habe, die mir zeigen was sich eigentlich kann.

00:39:37: Also nicht Leute, die mich runter machen sondern Leute die immer wieder sagen hey du packst das!

00:39:42: Ich glaub an dich Du hast es damals schon super gepackt mit XY und diesmal schaffst du das wieder.

00:39:47: also Menschen, die uns so richtig empowern in unserem Alltag Und da kann man sich zum Beispiel mal ein Blatt Papier nehmen drauf schreiben Mit wem hab ich regelmäßig Kontakt?

00:39:58: Also wenn ich den getroffen habe zum Kaffee oder zum Essen, oder wie auch immer im Meeting danach fühle ich mich irgendwie besser und empowered und wirksamer.

00:40:07: Und den Kontakt zu solchen Menschen, den können wir versuchen auszubauen um uns mehr mit diesen Kraftgebern in unserem Alltag zu umgeben?

00:40:16: Ja!

00:40:17: Und da gibt es noch eine vierte Ebene und das ist der Umgang mit körperlichen Symptomen und Gefühlen weil ganz häufig sind wir ja angespannt oder ängstlich und wir merken wie unser Körper den Takt vorgibt.

00:40:31: Und das ist wichtig, einen Umgang zu finden zum Beispiel durch regelmäßige Regeneration, durch Pausen, Me Time... dass ich den Akku wieder auflade, aber auch in Stresssituationen zum Beispiel zu akzeptieren.

00:40:43: Es ist okay, das sich gerade Angst habe oder es ist ok, dass gerade mein Herz schlägt.

00:40:48: Ich kann die Situation bewältigen mit diesen Symptomen und vielleicht sind das auch ganz wichtige Impulsgeber, dass mir das gerade ganz wichtig ist und am Herzen liegt.

00:40:58: Der Wegweiser zu Bedürfnissen dann in solchen Momenten oder was ich eigentlich brauche.

00:41:03: Und in diesem sechs Wochen Programm gibt es wahrscheinlich eine Struktur, also alle die das Buch einlösen möchten können dann das sechs-Wochen-Programm machen und haben da wahrscheinlich dann sicher schon Rückmeldungen bekommen.

00:41:14: Oder vielleicht magst du mal erzählen?

00:41:15: Bestimmt gibt's da viele Erfolge!

00:41:18: Ja, also wir haben einmal ja diese Studie bei uns die wir auch wissenschaftlich mit begleiten und evaluieren wo wir sehr positive Ergebnisse haben.

00:41:25: Also die teilnehmenden sind in der Regel begeistert bleiben am Ball.

00:41:30: Wir konnten auch schon zeigen im ersten Ergebnis dass sich die Selbstwirksamkeit tatsächlich steigert an einer wissenschaftlichen Perspektive.

00:41:38: Dann gab es natürlich viele Rückmeldungen von LeserInnen Die begeistert sind von dem Buch, was mich als Autorin natürlich sehr freut.

00:41:44: Genau ist ja auch ein Spiegelbesteiler geworden.

00:41:46: Herzlichen Glückwunsch!

00:41:47: Vielen Dank.

00:41:49: Ja?

00:41:50: Seit sechs Wochen jetzt konstant.

00:41:52: also die Nachfrage ist da weil es natürlich ein Thema ist, das sehr viele Menschen in ihrem Alltag beschäftigt und ich gebe auch schon Impulse im ersten Teil des Buches bei diesen sehr unterschiedlichen Phänomenen.

00:42:06: Da geht's natürlich auch darum wie kann ich umgehen mit Selbstoptimierungsdruck oder mit Einwarmkeit, oder mit Entscheidungsüberforderungen.

00:42:16: Aber auch hinten und die Impulse sind in der Regel praktisch klar indirekt umsetzbar im Alltag und basieren vor allen Dingen auf der Forschung.

00:42:24: also nichts was ich mir jetzt irgendwie ausgedacht habe sondern was psychologisch auch fundiert und wissenschaftlich untersucht ist

00:42:33: Das freut mich so sehr.

00:42:34: Ich glaube, wir haben da ganz viel Ähnlichkeit in ihr Paar, weil ich ja auch es liebe zu arbeiten und die Praxis mit der Wissenschaft zu verbinden.

00:42:41: Und bin dir so dankbar, dass du das heute alles geteilt hast – dein wertvolles Wissen!

00:42:46: Du hast ja wirklich schon so unendlich viel gemacht, also ist es ganz beeindruckend auch dein Werdegang, finde ich.

00:42:52: Es ist eine große Ehre, dass dich heute hier im Podcast zu Gast warst.

00:42:57: Dieses Buch, Too Much ist absolut empfehlenswert.

00:42:59: Ich habe vorher auch schon reingelesen als ich mich vorbereitet hab auf die Podcast-Folge und auch das sechs Wochen Programm finde ich so großartig strukturiert.

00:43:07: Ich kann mir richtig vorstellen dass viele da auch einfach einen Anhaltspunkt haben wirklich in die Umsetzung zu kommen.

00:43:13: also vielen Dank dafür!

00:43:17: Wenn du Eltern abschließend noch drei Tipps mitgeben könntest, wenn sie einfach anfangen möchten.

00:43:23: Also Sie wissen einfach es ist alles zu viel.

00:43:24: ich bin überfordert und gestresst.

00:43:26: welche drei Dinge wären das?

00:43:31: Einmal die Annahme sich erstmal eingestehen dass es gerade so ist und auch so sein darf, dass ich überforderd bin.

00:43:37: in der gegenwärtigen Situation also erst mal wahrnehmen nicht wegdrücken nicht verteufeln sondern annehmen.

00:43:44: Es ist gerade so, es ist okay.

00:43:45: Es ist kein Zeichen von Schwäche sondern es darf jetzt gerade so sein.

00:43:50: Dann im nächsten Schritt Handlungsräume geben dass ich also versuche durch kleine Mini-Experimente die Kontrolle abzugeben nicht alles kontrollieren zu wollen was mein Kind tut sondern ihm auch Raum gebe oder auch bei Situationen die gefühlt aus dem Ruder laufen das sich versuche das jetzt irgendwie anzunehmen ohne extrem dagegen zu kämpfen.

00:44:16: Und der dritte Schritt oder wichtige Punkt, sich auch Räume für sich selbst einbauen also schauen dass es mir selbst gut geht und sich selbst einen Freund und kein Feind zu sein.

00:44:31: Also auch wenn Dinge nicht so laufen wie wir das gerne hätten, sich nicht zu verteufeln sondern ja liebevoll sich selbst an der Seite zu bleiben

00:44:39: Wunderschön.

00:44:40: Ganz schöne abschließende Worte, vielen dem Dank Eva!

00:44:44: Wir packen natürlich den Link zum Buch in die Show Knowles und ihr findet auch da noch ganz viele andere wertvolle Infos zu Eva und auch im Werdegang ihrer Forschungsarbeit wirst du ja in so vielen Bereichen unterwegs.

00:44:56: Tausend Dank dass du da warst wie wir Eva ich hoffe können uns bald wieder mal zu einem anderen Thema unterhalten.

00:45:02: Ich danke dir Martina würde mich sehr freuen.

00:45:05: Ja, und für alle die es noch nicht mitbekommen haben loslassen und Kontrolle abgeben das lernt ihr übrigens auch.

00:45:12: Natürlich nicht mit Eva's wunderbaren Buch, sondern in meinem großen Windungskurs, den sich jetzt auch über die Muttertagszeit gerade mit einem besonderen Rabatt gebt.

00:45:19: Und zwar ist es in dem Kurs so dass wir erst einmal bewusst sein schaffen im ersten Modul dafür was euch aus eurer Kindheit bewegt, was euch vielleicht festhält, was ihr überwinden möchtet und dann im zweiten Modul gehts um Feinfühligkeit und im dritten und vierten Modul gibt es um konkrete Strategien was ihr tun und was ihr sagen könnt diesen allemfassenden Erziehungskurs, wo es eben nicht um Angst machen sondern um die Intuition geht.

00:45:42: Den findet ihr jetzt über die Muttertagszeit mit einem Rabatt.

00:45:45: da könnt ihr auch einfach in den Show notes nochmal gucken.

00:45:47: das steht alles.

00:45:48: alle Details stehen darin für alle die sich ein Geschenk machen möchten genau also Eva's Buch kaufen und am besten noch meinen Bindungskurs wenn ihr Lust habt und euch da vielleicht ja verändern möchtet und einfach auch ein bisschen in die Beziehungen investieren möchte in eurer Familie weil das ist wichtig was wir haben.

00:46:07: Genau!

00:46:08: Eva, wir übern uns wieder und an alle Hörerinnen vielen Dank fürs Zuhören.

00:46:13: Tschüss!

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